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Autor: SlashMix
Art der Story: FF (The Rasmus)
Rating: PG-16
Warnungen: noch keine
Disclaimer: leider gehören sie uns nicht *schnüff* und Geld gibts auch keins dafür ... *das bald noch mehr bedauer*



Völlig erledigt, aber für diese Nacht befriedigt, kehrte Aki in sein Hotelzimmer zurück. Er knallte die Tür hinter sich zu und Lauri saß erschrocken im Bett.
"Mein Gott, was treibst du da?", fragte er seinen Kumpel verpennt.
"Frag lieber was ich bis gerade getrieben habe.", grinste Aki zweideutig und verschwand im Bad.
Lauri verdrehte die Augen und ließ sich zurück ins Kissen fallen.
Es dauerte nicht lange und Aki stand wieder im Raum, nur in Shorts lief er zu seinem Bett und setzte sich darauf. Ihm war danach Lauri zu erzählen, was er für geilen Sex mit der kleinen Blonden gehabt hatte, aber der hatte die Augen schon wieder halb geschlossen.
"Was hast du so gemacht?", fragte er scheinheilig.
"Geschlafen, bis du mich geweckt hast ... es ist halb vier.", brummte Lauri.
"Wie langweilig ... ich hatte ...", weiter kam er nicht, denn mit einem lauten Knall stand eine Frau in einem weißen Kleid, mit langen blonden Haaren und einer winzigen Krone auf dem Kopf in ihrem Zimmer. In der Hand hatte sie ein kleines Stäbchen das leicht glitzerte.
"Ah, da bin ich ja endlich richtig.", murmelte sie und wand sich an Aki.
"Du frevelst der Natur.", beschuldigte sie ihn.
"Ich was? Wer bist du?", fragte Aki kleinlaut.
"Wer ich bin ist egal, du wirst bestraft, wurde von allen einstimmig beschlossen."
"Warum?", fragte er nun ängstlich.
Lauri blieb halb unter seine Decke geduckt und verhielt sich unauffällig.
"Wo warst du grad? Und was war gestern? Und den Tag davor?"
"Oh."
"Richtig. Zur Strafe wirst du verwandelt und der Zauber wird erst wieder aufgehoben, wenn du fünf Paare glücklich gemacht hast.", grinsend schwang sie ihr Stäbchen und Aki wurde schwindlig.

"Wach auf du Idiot!", brüllte ihn Lauri an und ohrfeigte ihn.
"Was ist passiert?", Aki war verwirrt.
"Sieh in den Spiegel.", meinte Lauri nur und zeigte darauf.
"Oh mein Gott.", krachend fiel der kleine Aki - Amor zu Boden und sah ungläubig zu, wie eine Miniausgabe von Lauri mit einer goldenen Fanfare in der Hand auf ihn zu geflogen kam. Die kleinen weißen Flügel perfekt benutzend.
"Was sind wir?", fragte Aki.
"Du bist Amor, bis du deine Aufgabe erfüllt hast und ich dein Fanfarenträger."
"Aber wieso du? Was hast du angestellt?"
"Ich hab dich am Tage freigekauft, du bist nur in der Nacht so. Ab Mitternacht um genau zu sein, bis der Morgen graut und so lange bis deine Aufgabe erfüllt ist. Leider muss ich dir dabei Gesellschaft leisten.", Lauri gab Aki eine Kopfnuss und flog auf sein Bett zurück.
"Auuua! Man was sollte das denn?", maulend rieb sich Aki den Kopf und funkelte Lauri an.
"Du siehst soo scheiße aus als Engel.", Lauri lag auf dem Bauch und wackelte mit den kurzen Beinchen.
"Guck dich an! Dich würden sie nicht mal ins Krippenspiel lassen."
Lauri fing wieder an mit dem weißen Flügelchen zu wackeln und surrte neben Aki, der vor dem Bodenspiegel hockte.
Beide trugen ein schneeweißes Tuch um die Hüften, ihre Flügel waren aus weißen Federn. Akis Köcher mit den Pfeilen und der kleine Bogen war golden, genauso wie Lauris Minifanfare.
"Man das sieht so schwul aus.", jammerte Aki.
"Tja in dem Aufzug bekommst du ganz sicher keine ab.", lachte Lauri, musste sich aber nun vor einem wutschnaubenden Amor in Sicherheit bringen.
"Warum ausgerechnet ich?", Aki landete etwas ungeschickt auf dem Bett, was jetzt riesengroß war.
"Hast du doch gehört! Wer jede Nacht nur rumvögelt. Geschieht dir recht.", murrte der Lauri-Engel.
Leise brummelte Aki in seinen nicht vorhandenen Bart und sah sich selbst noch mal an. Wenigstens war er nicht so pummelig wie die Engel von den Bildern. Aber alles an ihm war klein, wirklich alles.
"Und jetzt?"
"Maul halten und schlafen.", knurrte es aus Lauris Bett, wo sich ein kleines Engelchen grad auf das große Kissen legte.
Leise Verwünschungen murmelnd, legte sich auch Aki hin, was mit diesen Flügeln nicht gerade einfach war.
Wenn ihn seine Kumpels so sehen würden, das wäre ja so eine Blamage.
Aki der kleine Amor der auch noch Leute verkuppeln sollte. Und dann hatte er auch noch Lauri an der Backe.
Das Leben war nicht fair.

Verschlafen streckte sich Lauri und riss schlagartig die Augen auf. Er hob die Bettdecke an und sah an sich runter. Er war normal wie immer, nicht klein und winzig mit weißen Flügeln. Also war das nur ein wirrer Traum?
"Suchst du was?", fragte Aki und stand lachend in der Tür zum Bad.
"Nö.", redete er sich raus und stand auf.
Im ganzen Zimmer keine Spur von einer Fanfare oder einem goldenen Bogen.
"Hast du heute Nacht etwas Merkwürdiges geträumt?". fragte er Aki auf dem Weg ins Bad und schloss die Tür hinter sich.
"Wieso?", hörte er undeutlich durch die Tür, was er nicht sah, war das Aki erschrocken die Augen aufgerissen hatte.
"Nur so, ich hab da was gehört in der Nacht.", antwortete Lauri ihm und stieg unter die Dusche.

Aki wurde mit einem Mal schwindlig und er musste sich setzen, die Sache mit der Strafe, der Bogen, er als kleiner Amor ... war das wirklich nur ein Traum? Aber wenn Lauri nichts wusste, konnte es nicht anders sein. Ein Glück nur ein merkwürdiger Traum, redete er sich nach kurzem Nachdenken ein und vergaß es schon auf dem Weg nach unten zum Bus. Heute Abend würden sie in Köln spielen und danach würde er sicher wieder seinen Spaß haben.

~*~

Am Abend nach dem Gig fielen sie in ihr Zimmer ein, ihre Sachen waren schon seit dem Nachmittag dort und Aki machte sich sofort daran, sich umzuziehen. Er hatte sich für halb eins mit einer kleinen Brünetten in einer Seitenstraße neben dem Hotel verabredet.
Die nahe Kirchturmuhr begann Mitternacht zu schlagen, als Aki aus dem Bad kam und Lauri mit einem Bier auf der Couch ihres Zimmers sitzen sah.
"Was machst du heute noch?", fragte er ihn.
"Nicht viel.", murmelte Lauri und begann sich merkwürdig zu fühlen.
Der letzte Schlag der Uhr verklang und mit einem leisen Plop saß Lauri, der kleine Fanfarenträger, mit der Fanfare statt der Bierflasche in der Hand, auf der Couch und Aki stand mit dem winzigen goldenen Bogen auf dem Rücken im Zimmer.
"Scheiße, das war doch kein Traum!", beschwerten sie sich gleichzeitig.
"Sag das, das nicht wahr ist! Das kann nicht wahr sein!", laut zeternd tippelte der kleiner Aki-Engel durch das Zimmer, stolperte immer wieder halb über sein Lendentuch.
"Man nun hör auf rum zu rennen wie ne Hühnerhorde. Also stimmte es, was diese Fee sagte. Du musst fünf Paare zusammenbringen. Bei deinem Talent sitzen wir noch in zehn Jahren hier.", keifte Lauri von der Couch nach unten. Das war ziemlich hoch, wenn man keinen halben Meter war.
"Mach du doch, wenn du alles besser weißt."
"Ach ja und wer hat hier den Mist auszubaden? Du! Also jetzt schwing deinen Hintern mit zum Balkon und lass uns draußen umschauen.", Lauri hob ab und landete auf dem Fensterbrett, öffnete die Balkontür.
Aki ergab sich seinem Schicksal und folgte Lauri, der schon draußen auf der Brüstung hockte.
"Und was, wenn uns einer sieht?", Aki versuchte nicht nach unten zu sehen.
"Der denkt, dass er morgen ganz dringend Urlaub braucht. Wir sollten in den Park fliegen.", Lauri nahm Anlauf, hüpfte ins nichts und tauchte vor Aki flatternd wieder auf, "los nun!"
"Achtung!", rief Aki laut und sprang auch in die Tiefe. Aber wenn er stark genug flatterte, schaffte er es Lauri zu folgen. Dessen kleiner Hintern wackelte genau vor ihm, während sie einen Park suchten.
Die Straßen waren die ausgestorben, nur ein paar Fledermäuse vergaßen vor Schreck das Flattern, schmierten für Sekunden in die Tiefe, bevor sie sich kopfschüttelnd fingen.
Im nächsten Moment schrie Lauri auf, weil ihnen eine Eule entgegen kam "Eh ihr Deppen. Fliegt gefälligst auf der rechten Seite! Sonntagsflieger.", schnauzte sie die beiden an.
"Tschuldigung.", murmelte Lauri, flog nach rechts um schließlich den Park zu sehen.
Sie landeten auf einer Nixenfigur in einem Springbrunnen, sahen sich um.
"Aki?"
"Was?", kam es genervt.
"Merkst du was?"
"Ja es ist kalt unten rum.", er rutschte hin und her.
Lauri boxte ihn "Nein du Depp. Hier sitzen nur Kerle und knutschen."
Es platschte einmal und Aki-Engel saß triefend nass, mit hängenden Flügeln im Wasser "WAS?!"
"Dein nasser Arsch wird nichts an der Tatsache ändern, das wir hier von Schwulen umgeben sind.", grinste Lauri und sah sich neugierig um.
Unter ihm plätscherte es und dann stand Aki auf dem Rand des Brunnens und schüttelte seine Flügel aus.
"Toll, nun kann ich das Fliegen erstmal vergessen.", mürrisch schlug Aki-Engel mit den Flügeln.
"Wo willst du denn hin? Du sollst Paare glücklich machen, also warum fängst du nicht hier mal an? Die beiden da hinten, die sich so schüchtern ansehen, probier doch mal ob deine Pfeile was helfen.", schlug Lauri vor und baumelte mit den kleinen Beinen.
Irgendwie fand er die ganze Situation sehr amüsant.

"Hmpf.", machte Aki und trippelte auf dem Brunnenrand herum, bis er sah, wen Lauri gemeint hatte. Die beiden saßen wirklich sehr schüchtern nebeneinander. Er nahm erstmal die Brille ab und putze die Gläser damit er sie besser sah.
"Probiers einfach, vom angaffen wirds auch nicht.", nervte Lauri von oben.
"Ich mach ja schon.", keifte Aki nach oben und nahm den Bogen zur Hand.
In seinem Köcher fand er zwei Sorten Pfeile, eine mit kleinen Herzen und eine zweite mit Sternen. Was war hier der Unterschied? Egal, irgendwas würde passieren. Er nahm einen Herzpfeil und zielte auf den rechten der beiden Männer auf der Bank und ließ den Pfeil fliegen.
"Daneben!", kicherte Lauri von oben.
"Halt den Rand.", meckerte Aki und legte erneut an, diesmal traf er sein Ziel und auch der zweite Pfeil erreichte sein Opfer.
Auf dem Bogen aufgestützt sah er zu, ob was passierte und ob es nun an ihm gelegen hatte, oder nicht, die beiden überwanden ihre Schüchternheit und küssten sich. Über ihm klatschte Lauri Beifall und trötete zum ersten Mal mit der kleinen Fanfare. Dabei flatterte er ein Stück von Brunnen entfernt vor Aki herum, der fies grinste, nach einem Pfeil griff und diesen zielsicher in Lauris Hintern versenkte.
Ein lautes Jaulen zerriss die Luft. Wutschnaubend stürzte sich der Lauri-Engel auf Aki und beide landeten im Brunnenwasser.
Wasser triefend funkelte Lauri ihn sehr böse an, "sag mal hast du den Arsch offen? Wieso jagst du mir so einen Pfeil in den Hintern? Das tut weh verdammte Scheiße!"
"Es tut mir leid, das war ein Versehen.", grinste Aki scheinheilig.
"Das kannst du deiner Großmutter erzählen.", fluchte Lauri weiter und kletterte aus dem Wasser, dann sprang er vom Brunnenrand, schüttelte sich und lief schnurgerade durch den Park in Richtung Hotel. Er hatte den Kanal gestrichen voll.
"Warte doch!", rief es hinter ihm und als er sich kurz umdrehte, sah er wie der triefende Aki-Engel hinter ihm her wetzte.
"Leck mich, du Arsch.", fauchte ihn Lauri an, lief weiter.
Aki rief ununterbrochen "Warte. Ach komm schon. Ich hol dir auch Eis. Lauriiiiii!"
Sie gelangten an eine Kreuzung, Lauri stiefelte ohne links und rechts zu gucken einfach los. Aki schrie auf, als sich ein großer Laster näherte.
"Oh Gott Lauri!", er wollte losrennen. Doch in dem Moment blitze es seltsam weißlich auf und da wo Lauri stand, war plötzlich eine Ampel. Der LKW sprang in die Bremse und Lauri lief weiter. Kurz vor der Ampel stoppte der Brummi, Aki sah ihm vorbeirennen, wie der Fahrer den Kaffee aus dem Fenster kippte.
"Scheiße du Idiot! Der LKW hätte dich fast erwischt.", schalt Aki den noch immer schweigenden Lauri-Engel.
"He ihr zwei Süßen.", eine lallende Stimme ließ sie zusammenzucken.
In einem Hauseingang hockte ein Penner, blau wie eine Schnapsdrossel.
"Hören Sie Mister! Ich bin weder süß, noch irgendwas anderes. Saufen sie nicht soviel und waschen Sie sich mal. Sie stinken wie ein ganzer Pferdestall.", keifte Lauri den Penner an, seine kleinen Flügelchen richteten sich kampfbereit auf, er schwang die Fanfare.
Verwirrt sah der Penner von Lauri zu Aki, dann zu seinem Schnaps "Aber morgen nur noch Kräuter.", dann schlief er ein.
Nochmal knurrte Lauri, so gut es eben als Engel ging und lief weiter, zum Eingang des Hotels.
"Und nun?", fauchte er Aki an.
Der hatte inzwischen ein sehr schlechtes Gewissen, trippelte von einem Fuß auf den anderen, sah sich um.
"Guck mal.", er zeigte zu einem Taxi, das grade hielt und eine Edeltussi ausstieg.
Probehalber sprang er vor dem Portier hin und her, doch der schien sie nicht zu sehen.
Blitzschnell kletterte Aki auf den Gepäckwagen, winkte Lauri zu "Nun komm schon. Wir kommen allein nie in den Fahrstuhl."
"Aber nur, weil ich müde bin.", muffelte Lauri, thronte auf einer Hutbox aus rosa Crepe. Der Portier schob den Wagen zu den Fahrstühlen und Aki beobachtete, welche Nummer er drückte.
"Ha, vierter Stock, da müssen wir hin."
"Hat sich der Herr Oberamor auch überlegt, wie wir von da ins Zimmer kommen?", maulte Lauri entnervt.
"Wir fliegen vom Balkon dieser Edeltussi. Die hat sicher die Suite, das sind nur paar Meter bis zu uns."
"Ich schwör dir, wenn ich wegen deiner Pfurzidee mit dem Pfeil nicht fliegen kann und abschmiere, dann lass ich dir von Gott persönlich den Hals umdrehen.", die kleinen Flügel standen Lauri wütend ab, waren gesträubt wie das Fell einer Katze.
Heftig schluckte Aki, verbiss sich jeden weiteren Kommentar, bis zum Zimmer der Dame.

Im Zimmer angekommen, sprangen sie schnell vom Wagen und liefen zum Fenster. Nun mussten sie nur noch warten, bis sie allein waren, oder jemand die Balkontür öffnete. Es schien Ewigkeiten zu dauern, bis das Gepäck abgeladen war und der Kofferträger mit dem Wagen wieder verschwand. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, fiel die Fassade der Edeltussi. Sie kickte ihre Schuhe in die Ecke und zog sich die Jacke aus, dann zündete sie sich eine Kippe an und warf sich stöhnend auf das Bett.
Stur starrte Lauri sie an, so lange er nicht Aki ansehen musste, war alles ok. Wieso jagte dieser Idiot ihm einen Pfeil in den Hintern? War der nicht mehr ganz bei Trost? Der Geruch der Kippe machte ihn zusätzlich wahnsinnig, außerdem war ihm kalt, seine Federn waren noch immer nass und das Lendentuch hing ihm unangenehm feucht um den kleinen Hintern.
"Ich geh jetzt, ist mir egal ob sie denkt es spukt hier.", motzte er leise und machte die Balkontür einen Spalt auf.
"Vorsichtig, ich glaube sie denkt das war nur der Wind."
"Mir ist ehrlich egal, was du glaubst. Ich will eine Kippe, ich will in mein Bett, ich hab es satt mit dir.", fauchte der kleine Lauri-Engel und flatterte mit den nassen Flügeln auf das Balkongeländer.
Es waren ungefähr vier Meter bis zu ihrem Balkon, aber es ging sehr tief nach unten.
"Was solls ...", mit diesen Worten sprang Lauri über die Brüstung und tauchte nach endlosen Sekunden heftig mit den Flügeln schlagend wieder auf Balkonhöhe auf.
"Es geht, du kannst ja doch fliegen.", freute sich Aki.
"Halt den Rand.", maulte er ihn an und schwirrte zu ihrem Balkon.
Kleinlaut folgte Aki ihm, aber auch er machte erst einen heftigen Sturz in die Tiefe.

Als er im Zimmer ankam und die Tür hinter sich geschlossen hatte, hörte er einen Fön surren und tippelte ins Bad.
"Was guckst du so?", motzte Lauri ihn an und mühte sich weiter ab, mit dem Fön die Federn seiner Flügel zu trocknen.
"Darf ich dir helfen?", fragte Aki unsicher. Inzwischen hatte er es aufgegeben, vorerst hatte er es sich mit Lauri verschissen.
"Hm.", machte der nur und drückte ihm den Fön in die Hand.
"Es tut mir Leid.", murmelte Aki vor sich hin und trocknete sorgsam die weißen Federchen an Lauris Flügeln, die dadurch leicht flauschig wurden. "Du siehst süß aus mit den aufgeplusterten Flügeln.", murmelte Aki als er fertig war.
Wortlos nahm Lauri ihm den Fön ab und begann nun ihm die Federn zu trocknen.
"Danke.", meinte Aki leise und begann zu hoffen, dass alles wieder gut werden würde.
Beide wünschten sich ein trockenes Lendentuch, den die nassen Dinger begannen zu rutschen. Lauri hatte schon Mühe mit beiden Händen den Fön zu halten und konnte sich nicht auch noch darum kümmern und als es zu Boden gefallen war, war auch das unangenehme Gefühl um das Gesäß verschwunden. Im Bad war es warm und so kümmerte er sich nicht weiter darum, erst als Akis Flügel trocken waren und er sich zu ihm umdrehte. Vor Schreck, dass der kleine Lauri-Engel nackt vor ihm stand, ließ er sein Lendentuch fahren und nun waren sie beide nackt. Ihre Blicke wanderten am Körper des Anderen immer weiter nach Süden ...
"Ich hätte nicht gedacht, das das so klein ist.", stammelten sie fast gleichzeitig und stoben aus dem Bad, als sie realisierten was sie da gemacht hatten.
Lauri verkrümelte sich auf sein Bett und wagte nicht mehr zu Aki zu sehen, erst als dieser das Licht ausgemacht hatte, entspannte er sich und krabbelte unter die Decke.
~*~*~

"Oh Gott.", hörte Lauri durch den Nebel von dröhnenden Kopfschmerzen.
"Aki.....nerv nicht.", murrte er, zog sich die Decke über den Kopf. Er hatte die Nacht so beschissen geträumt, das ging nicht in Worte zu fassen.
"Was hab ich gestern gesoffen?", fragte Akis raue Stimme irgendwo in seinem Rücken.
"Was weiß ich. Selbst Schuld.", Lauri drehte sich auf den Rücken, war nun endgültig wach, "Ahhhhh!", stöhnte er schmerzerfüllt auf, sprang aus dem Bett.
"Hast du nen Krebs in der Decke oder was ist?", Aki glubschte ihn mit kleinen, verquollenen Augen an. Das sah richtig süß aus, fand Lauri.
"Keine Ahnung, irgendwas tut mir ähm...na ja am Hintern weh.", stammelte er hochrot.
Aki erinnerte sich an seinen wirren Traum, er und Lauri als Engel und der Pfeil. Aber wenn er das erzählen würde, dann würde Lauri sicher die Klapse rufen.
"Vielleicht ne Sprungfeder oder so?"
Kopfschüttelnd ging Lauris ins Bad, streifte die Shorts ab und sah sich seine Kehrseite im Spiegel an. Tatsächlich prangte auf der rechten Pobacke ein großer Bluterguss.
"Und?", Aki erschreckte Lauri zu Tode.
Rasch krallte dieser sich ein Handtuch, verdeckte das nötigste "Weiß nicht, irgendwie eingehauen oder so."
"Na dann.", verschlafen kratzte sich Aki seinen flachen Bauch, reckte sich im Türrahmen.
Lauri konnte nicht anders, als den kleinen Nabel anzustarren, die dunklen Haare, die sich aus den Shorts kräuselten.
"Ich dachte du rasierst dich."
Verblüfft sah ihn Aki an "Was?"
"Ähm.....ähm du hast da mal was gesagt.", stammelte Lauri, hätte sich, wenn der Hintern nicht schon blau gewesen wäre, gerade rein gebissen.
"Was liegt denn der Fön hier rum? Und diese komischen weißen Lappen? Man so ein Saustall.", zeterte Aki.
Entsetzt riss Lauri die Augen, diese Lappen, sein Traum. Er sah wie Aki sie in den Korb für Dreckwäsche warf, aber als der aus dem Bad war, fischte sie Lauri wieder raus.
Durchnässte feine Seide. Nachdenklich hängte er sie über die Heizung, stellte dabei fest, dass er dringend Urlaub brauchen könnte.
Er riskierte einen Blick durch die offene Badtür, da stand Aki so wie Gott ihn schuf.
Hitze sprang Lauris ins Gesicht, wie er den Körper seines besten Freundes musterte, mit dem Blick zwischen Akis Beine glitt.
"Ich hätte nie gedacht, das er so groß ist.", murmelte er zu sich selbst, steckte sich die Zahnbürste in den Mund.
Aki tat die Erlebnisse der vergangenen Nacht wie Lauri als Traum ab. Und bald hatte er auch die komischen weißen Lappen, die im Bad gelegen hatten, vergessen. Er zog sich an und ging dann ins Bad, als Lauri fertig war. Die Blicke die dieser ihm neuerdings zuwarf, bemerkte er nicht.

Da sie eine weitere Nacht in diesem Hotel bleiben würden, brauchten sie nicht hetzen und trafen sich ganz entspannt mit Pauli und Eero, um den stressigen Tag zu bewältigen. Nach einem guten Frühstück wurden sie abgeholt und zum ersten Termin gefahren. Lauri versuchte so gut wie möglich zu verbergen, dass er nicht sitzen konnte und es gelang ihm auch ganz gut vor Leuten die ihn nicht kannten. Stand er halt hinter den anderen und redete, es waren ja keine Fernsehinterviews, aber Pauli und Eero entging das ganze nicht und sobald sie dort gehen konnten, fragte Eero besorgt was Lauri denn hätte.
"Nichts weiter, ich kann mich nur nicht setzen im Moment.", druckste er herum.
"Wieso das?", fragte Eero neugierig.
"Er hat nen blauen Fleck am Hintern und weiß nicht woher.", stichelte Aki und bekam dafür Lauris giftigen Blick ab.
Da sie nun alle über ihn lachten, ließ er sie einfach stehen und hockte sich ins Auto, das sie zum nächsten Termin bringen sollte.
Eigentlich wollte er Aki ja böse sein, aber er schaffte es nicht, als der Drummer sich neben ihn setzte und anlächelte. Es war als würde in seinem Körper etwas anfangen zu brennen. Wieso war ihm früher nie aufgefallen, wie niedlich Aki war? Das Strahlen in Akis Augen, wenn er lächelte und wunderschönen Lippen. Lauri stoppte bei diesem Gedanken und starrte aus dem Fenster, alles was er sah war Aki ... alles an was er denken konnte, war Aki. Was war passiert? Er kannte ihn seit Jahren.
Seufzend kletterte er hinter den Anderen aus dem Auto, als sie vor einem Hotel hielten und lief hinter Aki den Weg entlang. Sein Blick blieb ständig an seinem Kumpel kleben. Der kleine feste Hintern, der sich in der Hose so gut abzeichnete und das eng anliegende Shirt, was jede Bewegung der Muskeln zeigte...
In Gedanken versunken folgte er den Anderen einfach und bekam erst mit, das sie schon beim nächsten Interview waren, als Pauli ihn anstieß und er in das neugierige Gesicht einer jungen Frau sah, die ihn anscheinend etwas gefragt hatte und geflissentlich ignorierte, das der Schlagzeuger ihres Interviewauftrages sie sehr auffällig anflirtete.
Sie wiederholte die Frage an Lauri und er antwortete ihr, beobachtete aber gleichzeitig Aki und seine Bemühungen. Irgendwie freute es ihn, dass sie nicht darauf einging, denn normalerweise brauchte Aki nur mit dem Finger zu schnippen und sie fielen ihm um den Hals.
Unruhig rutschte Lauri auf dem Stuhl hin und her. IKEA Möbel und eine Schraube oder so was war genau da, wo sein blauer Fleck war.
Außerdem wunderte er sich, dass die Frau nicht einmal auf Aki reagierte. Selbst Fragen stellte sie keine an ihn. So als wäre er Luft.
Das war sehr eigenartig, war doch sonst dieser Typ Frau genau das, was auf Aki flog.
"So zehn Minuten Pause.", hörte Lauri von irgendwo her.
Erleichtert erhob er sich, stakte ungelenk zu einem Tisch mit Getränken. Die anderen drei folgten ihm, wovon Aki sehr grummelig aussah.
"Na Alter das flirten verlernt?", Pauli haute ihm feixend ins Kreuz.
Mehr als ein Fauchen war nicht zu hören. Lauri tat das Leid, am liebsten hätte er jetzt Aki in den Arm genommen und....
"Lauri?"
Erschrocken sah dieser hoch und genau in Akis Gesicht "Äh was?"
"Sieh mal der Typ da drüben?", murmelte er, wies mit den Augen zu einer Kamera.
Da stand ein Typ, älter als sie, nicht gerade der Traummann schlechthin und er schien.....
"Aki, ich glaub der meint dich.", völlig verblüfft merkte Lauri, wie der Typ immer wieder Aki zuzwinkerte und sich sogar die Lippen leckte.
Hektisch drehte sich Aki mit dem Gesicht zur Wand "Scheiße, der meint wirklich mich. Aber...aber ich bin doch nicht schwul. Und der sieht doch grausam aus."
Grübelnd kratzte sich Lauri hinterm Ohr. Irgendwas war seltsam. Warum fand er plötzlich Aki, der sich krampfhaft mit Wasser trinken beschäftigte, niedlich. Und warum ignorierte selbst die Putzfrau mit dem Wagen Aki? Sonst fielen alle Frauen bei einem Lächeln schon um.
Leider unterbrach das Interview seine Gedanken und er musste sich weitere zwanzig Minuten abmühen, auf dem Stuhl sitzen zu können.
Ob das Hotel Eisbeutel hatte? So würde er die Nacht nicht fünf Minuten schlafen können.

Völlig erledigt kam Lauri mit den Anderen wieder am Hotel an, es war inzwischen Abend. Er war im Besitz einer Salbe gegen blaue Flecken und wollte eigentlich nur noch ins Bett ... noch besser wäre ja ein Bad.
"Wollen wir was essen?", fragte Pauli und sah gierig auf das Restaurant.
"Hm, geht nur, ich ess oben was.", murmelte Lauri und ging allein weiter.

Auf dem Zimmer sah er vom Bett zum Bad und entschied sich für ein warmes Bad. So lange Aki nicht da war, würde er ungestört sein. Er ließ Wasser ein und zog sich aus, dann ließ er seinen verspannten Körper langsam hineingleiten. Wohlig seufzend schloss er die Augen und streckte sich aus.
Nach dem Bad zog er sich nur einen Bademantel an und rieb sich sein Gesäß mit der Salbe ein. Dann bestellte er sich ein Abendessen und einen Eisbeutel, er brauchte nicht lange zu warten und es klopfte an der Tür.

Als Aki nach oben kam, lag er entspannt auf dem Bauch auf seinem Bett und verputzte gerade die Reste der Schnittchen. Musik lief im Hintergrund und er hatte das Licht gedämpft.
"Wie geht es deinem Hintern?", fragte Aki und grinste.
"Besser.", murmelte Lauri und versuchte den Gedanken daran, wie Sexy sein Freund bei dem Licht aussah, zu verdrängen.
Seufzend ließ Aki sich auf sein Bett fallen und streckte sich erstmal etwas. Lauri drehte den Kopf und beobachtete ihn dabei, als Aki plötzlich den Kopf drehte und ihm direkt in die Augen sah, bekam er Herzklopfen.
"Sie ignorieren mich alle.", murmelte Aki traurig.
"Dafür fahren die Kerle auf dich ab.", grinste Lauri und hoffte Aki würde nicht merken, dass es ihm genau so ging.
"Das ist nicht lustig.", beschwerte Aki sich und verschränkte die Arme hinter dem Kopf.
"Wie wäre es, wenn du dich bei einem Bad entspannst, vielleicht steht die Welt schon danach nicht mehr Kopf.", schlug Lauri vor und hoffte insgeheim, etwas von Akis nacktem Körper sehen zu können.
"Hm. Ich denke du hast recht.", Aki quälte sich aus dem Bett und verschwand im Bad.
Bald hörte Lauri das Wasser rauschen und streckte sich entspannt aus, den Kopf Richtung Bad, um ja nichts von Aki zu verpassen.

Es dauerte lange bis Aki fertig war und die ersten Schläge der Kirchturmuhr zur Mitternacht erklangen schon, als Aki die Tür wieder aufmachte. Wie Lauri nur im Bademantel stand er in der Tür und hatte die Beiden weißen Seidenlappen in der Hand.
"Hast du die aufgehängt?", fragte er und sah Lauri an.
"Ja, ich weiß nicht warum.", meinte Lauri, als der vorletzte Schlag erklang.
Ein Plop ertönte nach dem letzten Schlag der Uhr und beide waren an dem Platz an dem sie zuvor gewesen waren, nur wieder klein und mit dem weißen Lendentuch um die Hüfte.
Lauris Blick fiel auf Akis Bogen ... "Du Idiot hast mir den Pfeil in den Arsch gejagt! Deshalb hab ich einen blauen Fleck.", keifte er und Aki wurde noch ein Stück kleiner.

"Lauri, komm schon. Ich ahnte doch nicht, das dir das weh tut.", Aki war inzwischen auf fast nur noch dreißig Zentimeter zusammengesunken, traute sich nicht, dem keifenden Lauri-Engel ins Gesicht zu sehen.
"Noch einmal so eine Aktion und du kannst sehen, wie du deine Drumsticks hältst.", fauchte Lauri stinksauer, rückte sich sein Lendentuch zurecht und nahm die Fanfare, "komm in die Hufe, wir haben zu tun."
Aki flatterte Lauri lustlos in die Nacht hinterher. Ihm ging es richtig mies, er hasste es, wenn ihn Lauri anschrie. Und so extrem sauer hatte er ihn noch nie erlebt.
"Am besten ertränk ich mich in einem Brunnen.", murmelte er.
"Ja danke und ich bleib dann so für den Rest des Lebens. Kannste knicken.", knurrte es einen Meter vor ihm.
Zielsicher setzte Lauri zum Landeanflug an, rutschte in einer kleinen Seitegasse noch ein paar Zentimeter über den Boden.
"Wo sind wir hier?"
"Schwulenbar, laut Schild. Und in Seitengasse finden sich potenzielle Opfer.", Lauri suchte mit den Augen die Gasse ab.
"Klingt als wenn du Erfahrung hast.", rutschte Aki heraus, im nächsten Moment gab es ein dumpfes Geräusch, "Aua! Idiot!", schmollte Aki, denn Lauri hat ihm eine mit der Fanfare über den Kopf gezogen.
"Schnauze halten und ran an den Braten. Da ist der Eingang und da stehen zwei. Der in dem Netzshirt und der mit der roten Jacke.", befahl Lauri.
Kleinlaut trippelte Aki zu einer Kiste, die auf der Straße stand, kletterte hinauf. Er wollte gleich mit dem ersten Pfeil treffen.
Konzentriert schob er sich die Zunge zwischen die Lippen, legte einen Herzpfeil an und schoss. Es glitzere etwas und schon verschwand der Pfeil in dem Typen mit der roten Jacke. Einen Augenblick später löste sich dieser von der Wand, ging auf dem Typen mit dem Netzteil zu und beide grinsten sich an, nahmen die Hand des anderen.
Erleichtert seufzend setzte sich Lauri die Fanfare an die Lippen und holte Luft.
Warm feuchter Atem streifte sein Genick, ein Knurren war zu hören. Bis auf ein Fiepen, kam nichts aus der Fanfare. Langsam drehte sich Lauri um. Eine Reihe gelblicher, messerscharfer Zähne ging in einen riesigen Hundekopf über.
"A-A.....", kein Ton brachte er heraus, seine Flügel klappten nach unten, sein Herz setzte fast aus.
"Eh du Töle!", schrie es plötzlich hinter Lauri auf. Der Hund hob den Kopf, fletschte die Zähne.
Da stand Aki, die Flügel aufgerichtet und in der Hand den Boden mit einem Sternpfeil.
"Verzieh dich du Flohsack."
Als der Hund jedoch einen Satz machen wollte, schoss Aki den Pfeil ab, traf punktgenau die Nase von dem Hund.
Laut jaulend und wimmernd sackte dieser zusammen, fuhr sich mit der Pfote über das Maul und zog, den Schwanz eingeklemmt rasch ab.

Starr vor Schreck und zitternd stand der kleine Lauri-Engel mit geschlossenen Augen noch immer da und wartete, dass etwas passieren würde.
"Lauri?", fragte Aki besorgt und ging näher. "Er ist weg, er tut dir nichts mehr.", vorsichtig strich er über Lauris Schulter.
"Oh Gott!", ächzte Lauri und fiel Aki um den Hals. "Da ... Da ... Danke.", stammelte er. "Du hast mir grade das Leben gerettet."
"He, ist ja gut.", unbeholfen streichelte Aki seinem Freund über den Rücken und langsam kamen die noch immer ängstlich gesenkten Flügelchen wieder hoch.
Es dauerte lange bis sich Lauri wieder beruhigt hatte und seine kleine Fanfare aufhob, die er vor Angst fallen gelassen hatte.
"Was meinst du? Finden wir noch ein Paar oder sollen wir zurück?", fragte Aki.
"Ich glaube wir müssen bei dem da noch nachhelfen.", meinte Lauri und zeigte auf den Kerl in dem Netzshirt, der sich gerade den Hals nach einem kleinen Blonden verrenkte, obwohl der Typ in der roten Jacke noch immer seine Hand hielt.
"Oh ja.", murmelte Aki und tippelte die Straße entlang.
Immer wieder den Kopf nach hinten drehend, folgte Lauri ihm, er hatte plötzlich Angst, dass wieder etwas hinter ihm sein könnte.
Erst das Surren des Pfeils ließ ihn aufsehen und glitzernd verschwand der Pfeil in dem Kerl mit dem Netzshirt, gerade in einem Augenblick, als er den Typ in der roten Jacke ansah. Er blinzelte etwas und schlang dann seine Arme um dessen Hals.
"Volltreffer.", jubelte Aki und Lauri trötete zum zweiten Mal mit der Fanfare.
"Und nun?", fragte Lauri und sah neugierig zum offenen Fenster der Schwulenbar.
"Hotel oder ...", weiter kam Aki nicht, denn neben ihm hob Lauri ab und flog auf das Fensterbrett.
"Du willst doch nicht da rein?", fragte Aki überrascht und sah mit ihm in den Raum.
"Wieso nicht? Außer Besoffenen und Tieren sieht uns doch keiner.", sprach´s und machte einen Satz nach drin.
"Oh Gott, oh Gott.", murmelte Aki und folgte ihm.
Lauri spazierte selenruhig über den Tresen und nur hin und wieder blinzelte einer der schon stärker angeheiterten Gäste etwas ungläubig. Über all an den Tischen sah er Kerle beim knutschen und manchmal verschwanden auch zwei zusammen Richtung Hinterzimmer. Zu gern wäre er auch dort mal gucken gegangen, aber der etwas entgeisterte Blick von Aki hielt ihn davon ab. Er fand ein herrenloses Bierglas und nahm gierig ein paar Schlucke.
"He, hör auf zu saufen. Ich hab keine Lust wieder zurückzulaufen.", beschwerte sich Aki.
"Hmpf. Nicht mal trinken darf man was auf den Schreck.", murmelte Lauri und merkte plötzlich, wie der Alkohol seinen kleinen Körper wärmte. "Oh.", machte er erstaunt.
"Was?", fragte Aki verwirrt.
"Nichts, lass uns gehen.", kicherte Lauri nun plötzlich und segelte in einem Bogen auf das Fenster zu und nach draußen.
Misstrauisch beobachtete Aki ihn und flog ihm mit etwas Abstand nach. Sein kleiner Kumpel hatte einen Schwips und flog Schlangenlinien, ein Glück war es nicht weit und bald saß ein kichernder Lauri-Engel auf seinem Bett.
"Du warst toll als mein Retter.", kicherte er und drückte dem neben ihm sitzenden Aki-Engel einen Kuss auf die Wange.
"Eh, ist ja gut.", murmelte Aki und gähnte Müde. Diese Ausflüge waren verdammt anstrengend.
"Ich will schlafen.", nuschelte es neben ihm und Lauri lehnte sich an seine Schulter.
"Komm leg dich ins Bett, das ist bequemer.", Aki zerrte ihn zum Kissen und schob ihn unter die Decke.
"Nacht Akilein.", kicherte Lauri noch und war eingepennt.

~*~
"Oh Gott, oh Gott.", Lauri hing am Fenster und hechelte hektisch nach frischer Luft.
Aki rieb sich die Augen, sah seinen besten Freund in Boxershorts, käseweiß im Gesicht "He was ist los?"
"Mir ist so schlecht. Was hab ich getrunken?", jammerte Lauri.
Mühsam erkannte Aki die Zahlen auf dem Wecker, es war kurz nach sieben "Keine Ahnung.", besorgt stand er auf, ging zu Lauri.
So beschissen wie es diesem ging, sah er auch aus. Die Haut schweißnass und ganz kalt.
"Komm, du musst dich setzen.", Aki legte ihm einen Arm um die Schultern, schob ihn zu seinem Bett.
"Hast du diese Tropfen dabei? Die du immer nimmst.", würgte Lauri.
"Willst du lieber erstmal nen Eimer?"
"Es...es geht.", Lauri war schwindlig, schlecht, er war müde und hätte sich in diesem Moment am liebsten irgendwo eingegraben.
Aber er fand es süß, wie Aki ihn umsorgte. Wasser wurde ihm gereicht und sorgfältig zählte Aki Tropfen gegen Übelkeit auf einen Löffel ab.
"Hier nimm das.", sogar den Kopf streichelte Aki ihm.
"Danke."
"Leg dich hin. Ich sag bescheid, das wir noch ne Stunde warten sollen. Und ich bring dir Tee und Toast mit."
Lauri lächelte ihn an "Aki?"
"Was ist denn?", er beugte sich zu Lauri.
"Danke, bist echt der beste Freund der Welt.", am liebsten hätte Lauri ihn jetzt abgeknutscht.
"Ruh dich aus. Ich bin gleich wieder da.", rasch zog sich Aki was über und flitzte aus dem Zimmer.
Stöhnend legte sich Lauri ein Kissen auf den Bauch, dort drin grummelte es, als wenn er ein Gewitter verschluckt hätte.
Aber er konnte sich nicht erinnern, dass er gestern überhaupt etwas getrunken hatte. Er war baden und hat sich was zu essen bringen lassen. Vielleicht war das Essen schuld? In Gedanken malte er sich aus, wie er dem Koch langsam den Hals umdrehte.
"Schläfst du?"
Überrascht öffnete Lauri die Augen wieder, sah Aki neben dem Bett stehen, ein Tablett auf den Armen.
"Ich hab allen bescheid gesagt. Geht es dir bis etwa neun besser, fahren wir weiter. Wenn es nicht geht, rufen wir einen Arzt."
"Och neee, keinen Arzt.", maulte Lauri.
"Jetzt iss erstmal und dann sehen wir weiter. Ich geh mal ins Bad. Wenn was ist ruf sofort."
Am liebsten wäre es Lauri gewesen, Aki hätte ihn in den Arm genommen und geknuddelt.
"He komm, Kopf hoch Lauri.", lächelnd beugte sich Aki herunter, umarmte ihn etwas und tätschelte seinen Kopf.
Dann schob er Lauri eine Toastscheibe zwischen die Zähne und ließ ihn sprachlos, mit rasendem Herz zurück.
Verwirrt quälte Lauri sich drei Bissen Toast rein und trank den Tee. Irgendwie tat das gut und die Tropfen von Aki schienen zu wirken. Er verkroch sich unter seiner Decke und schloss die Augen.
Wieso konnte er sich nicht erinnern warum ihm so übel war? Das konnte doch nicht von dem Essen sein. Außerdem hatte er wieder diesen merkwürdigen Traum gehabt. Wie eine Fortsetzungsgeschichte. Immer er und Aki als kleine Engel mit weißen Lendentüchern. Sie waren geflogen und ein Hund hätte ihn fast gefressen.
Stöhnend drehte er sich auf die Seite, das war doch verrückt. Er sollte dringend mal Urlaub machen, irgendwo hinfahren und einfach entspannen ... er stellte sich vor wie er an einem einsamen Strand lag und sich erholte, Aki lag dabei neben ihm und spielte mit seiner Hand.
"Wie geht es dir?", fragte Aki besorgt und setzte sich neben ihn.
"Geht schon.", murmelte er und versuchte zu verbergen, das er rot wurde. Über seine Träumerei hatte er nicht gemerkt, wie Aki aus dem Bad gekommen war.
"Na also, das wird schon. Soll ich deine Sachen einpacken? Dann kannst du liegen bleiben."
"Hm.", machte Lauri nur, völlig erstaunt über die plötzliche Fürsorge von Aki.

Aki wuselte im Zimmer herum und sammelte ihre Sachen ein, während sein Freund, der immer noch ziemlich bleich war, auf dem Bett lag und hoffte das die Übelkeit bald ganz verschwinden würde.
"Willst du das wieder anziehen?", fragte Aki als er Lauris Sachen auf dem Stuhl fand.
"Hm?", machte Lauri und brauchte etwas bis er wusste was er gemeint hatte. Diese Tropfen machten ihn etwas schläfrig. "Ja. Ich zieh mich im Bus um, oder dann dort."
"Ok.", lächelnd sammelte Aki weiter alles ein und stopfte es in ihre Taschen.
Bei Akis Lächeln bekam Lauri wieder Herzklopfen, er fühlte sich als würden Schmetterlinge in seinem Körper tanzen und schluckte. Er verliebt sich gerade in Aki, ging ihm auf. Der Gedanken nach dem Warum blieb nicht aus, aber er hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn Eero und Pauli kamen zu ihnen und nun standen die drei um sein Bett, als hätte seine letzte Stunde geschlagen und zogen lange Gesichter.
"Entschuldigt ihr mich? Ich geh jetzt ins Bad.", stammelte Lauri und krabbelte aus dem Bett.
"So schlecht wie du getan hast geht’s ihm ja gar nicht.", stellte Eero erstaunt fest.
"Du hättest ihn vorhin sehen sollen.", stammelte Aki.
Grinsend hörte Lauri das alles durch die Tür und wusch sich das blasse Gesicht. Es ging ihm besser, aber gut war ihm noch immer nicht.

Aki begleitete ihn zum Bus und trug sogar seine Tasche, er sah wie Eero und Pauli darüber grinsten, aber sich die Kommentare verkniffen. Er wusste ja selber nicht, warum er sich plötzlich so um Lauri sorgte aber er tat es, schließlich war dieser doch sein Freund. Und wenn er an den komischen Traum aus der Nacht dachte, er würde ihm wirklich das Leben retten wenn es sein müsste.

"Akiiiiii! Ich hab Bauchweh, keine offene Bauchdecke.", Lauri war zwar froh, das Aki ihn so umsorgte, aber langsam übertrieb dieser es.
"Unsinn.", war die einfache Antwort von Aki, bevor er Lauri den Löffel Suppe vor die Nase hielt.
Seufzend ergab sich Lauri seinem Schicksal, das ihn Aki auch für den ganzen Abend umsorgen würde.
Hatte Lauri schon im Bus keinen falschen Nieser machen dürfen, so hatte ihm Aki im Hotel sogar das Essen aufs Zimmer gebracht und jetzt fütterte er ihn auch noch.
Irgendwie war es ja süß, aber er wollte nicht wissen, was sich Eero und Pauli dachten. Die lagen zeitweise im Bus vor lachen unter dem Tisch, weil Aki es sich nicht nehmen ließ, Lauri Tee zu kochen und zuzudecken.
"Aki?"
"Hm?", dieser stellte grad die Suppenschüssel weg.
"Ich möchte duschen."
"Meinst du das geht?", fragend musterte Aki ihn.
Lauri verdrehte die Augen "Sicher Aki. Sonst kommst du mich retten."
Etwas zweifelnd sah ihn Aki an, hob seine Augenbraue "Wenn du schon wieder Witze reißen kannst, muss es dir wirklich besser gehen."
"Das sag ich dir seit heute Mittag.", murmelte Lauri, schälte sich aus der Decke und schlurfte ins Bad.
Vorsorglich klinkte er die Tür ein, lehnte sich einen Moment dagegen.
Was war nur in Aki gefahren? Aber genauso konnte er sich fragen, warum er plötzlich scharf auf ihn war.
Das war alles wie in einem schlecht gedrehten Film. Seufzend entledigte er sich seiner Kleidung und stellte die Dusche an.
Summend seifte er sich gründlich ein, ließ sich extra viel Zeit dabei.
Was mochte Aki denken, wenn Lauri solange brauchte? Das er ersoffen war oder sich die Duschzeit anders versüßte?
Doch bevor Aki als strahlender Ritter zu Lauris Rettung eilte, beendete er lieber seine Dusche und schlüpfte in einen Bademantel.
"Da bist du ja.", wurde er von Aki begrüßt, der auf seinem Bett saß und durch das TV Programm zappte.
"Ach weißt du, da war so ein freundlicher Hotelboy im Schrank, der reicht die Handtücher....", kichernd setzte er sich auf sein Bett, wickelte sich in die Decke.
"Haha, fang du auch noch damit an. Mir reichte dieser Kameratyp", murrte es von rechts.
"Das gießt ja wie aus Kannen.", stellte Lauri fest, reckte sich und sah auf die kleine Uhr. Die Zeiger bewegten sich auf halb zwölf Nachts zu, wie die Zeit doch verging.
"Willst du heute nicht weggehen?", fragte Lauri und machte es sich auf seinem Bett bequem. Er hatte nicht vor, das Zimmer heute noch zu verlassen.
"Hm, ne. Außerdem will ich dich nicht allein lassen.", Aki lächelte ihn an und sah wieder auf den Fernseher.
Wortlos starrte Lauri mit auf das Geflimmer. Er hatte gehofft vielleicht etwas allein sein zu können, aber Akis Fürsorge hielt weiter an.
Die Minuten verrannen ungesehen und diesmal ungehört wurde es Mitternacht. Es plopte und zwei kleine Engel starrten auf den Fernseher.
"Ah, Gott das liegt am Bier das mir so übel ist.", ging es Lauri plötzlich auf.
"Och du Armer, ich hoffe es war dir eine Lehre.", kicherte Aki.
"Ich glaube schon. Wie viele Paare müssen wir noch?", fragte er und krabbelte nach vorn auf sein Bett.
"Äh drei, aber denk nicht, das ich bei dem Wetter rausgehe. Wir sind hier im siebenten Stock und der Fall mit nassen Flügeln tut sicher weh.", meinte Aki und starrte weiter auf den Fernseher.
"Willst du heute also nichts tun?"
"Ich weiß nicht, was sollen wir denn sonst tun?"
"Wie wäre es, wenn wir im Hotel nach Opfern Ausschau halten?", schlug Lauri vor, dem es auch als Engel noch etwas dreckig ging.
"Wenn du meinst.", etwas widerwillig schaltete Aki den Fernseher aus und hopste vom Bett.
Sie tippelten zusammen zur Tür und nahmen diesmal den Schlüssel mit. Auf ihrem Flur herrschte gähnende Leere und etwas entsetzt sahen sie die endlose Treppe runter.
"Ob wir den Fahrstuhl in gang kriegen?", fragte der kleine Lauri-Engel und stützte sich auf seiner Fanfare auf.
"Wenn wir Türe öffnen können, dann können wir auch Knöpfe drucken. Nur die automatischen Türen gehen nicht, weil sie uns nicht sehen.", klugscheißerte Aki und fing sich einen Schlag in die Rippen ein.
"Schlaumeier.", grinste Lauri und marschierte schnurstracks auf den Fahrstuhl zu.
Er drückte den Knopf und zwei verwirrte Männer sahen auf den für sie leeren Gang weil der Fahrstuhl gehalten hatte. Die kleinen Engelchen huschten mit hinein und los ging die Fahrt nach unten.
"Wie wäre es mit den beiden?", fragte Lauri.
"Ich glaub das ist nicht das Richtige.", grinste Aki, denn vor ihnen stand ein Geschäftsmann in feinem Zwirn und Kerl in einem Aufzug aus orangeroter Ballonseide.
"Meinst nicht die könnten glücklich werden?", kicherte Lauri.
"Besser nicht, sonst müssen wir vielleicht zur Strafe noch fünf finden."
"Oh Gott, bloß nicht.", Lauri riss die kleinen grünen Augen vor Schreck weit auf.

Es plingte leise und die Türen vom Fahrstuhl gingen auf, kichernd hüpften die beiden Engel heraus und stoben um die Ecke.
"Pass auf!", rief Lauri noch.
Aber schon krachte es laut und mit Getöse zerschellte die große Vase, die Aki von einem Tisch gerissen hat
"Ups.", Aki sah etwas überrascht aus.
Nun erschraken aber beide, denn ein Hotelboy mit Mützchen auf dem Kopf kam angerannt, sah die Bescherung "Was ist denn hier passiert?", denn weit und breit war nichts und niemand zu sehen.
"Komm weiter.“, hektisch zog Lauri an Akis Arm.
Sie flatterten im Tiefflug den Flur entlang, spähten in jede Ecke.
„Guck mal die da.“, flüsterte Aki, zeigte auf eine alte, aufgetakelte Frau mit Pudel an der Leine.
Ein kleines, teuflisches Grinsen schlich sich auf Lauris Lippen. Bevor Aki etwas sagen konnte, war Lauris los geflogen und zwar schnurstracks auf den Pudel zu. Kurz vor der Frisur auf vier Pfoten schoss er steil nach oben.
Ein Fiepen war zu hören und der Pudel rannte wie von Sinnen den Flur entlang.
„Boah das war geil.“, kicherte Lauri, der wieder neben Aki landete.
„Du hast nen Schatten.“, Aki tippte sich an die Stirn.
„Ach komm schon, man muss in jeder Situation Vorteile suchen.“
Sie flogen weiter, suchten Spaß und Opfer. Beide waren nicht müde, sondern ihnen war langweilig und außerdem irgendwie aufgedreht.
„Ich will Fahrstuhl fahren.“, quietschte nun Aki, flog zu einer der verchromten Türen.
Gemeinsam schafften sie es, den Knopf zu drücken und schon öffneten sich die großen Türen.
Die nächste Stunde verbrachten sie laut kreischend, lachend und durch die Gegend kugelnd damit, den Fahrstuhl hoch und runter fahren zu lassen. Damit trieben sie fast alle Angestellten in den Wahnsinn.
„Los komm, wir verschwinden.“, Aki war schon ganz heißer.
Im Tiefflug jagte ihm Lauri nach.
„Stopp!!“, donnerte es plötzlich ohrenbetäubend. Die beiden Engelchen kullerten übereinander, saßen starr vor Schreck vor einer silbrig glitzernden Wolke.
„Das….das ist der Chef.“, stammelte Lauri ängstlich, klappte seine Flügelchen ein.
„Seit ihr von allen guten Geistern verlassen?“, die Stimme war laut, ließ die Engelchen zittern, „ich habe euch nicht bestraft, das ihr jetzt hier die Menschen in den Wahnsinn treibt. Benehmt euch oder ich jage euch ganz andere Dinge, als nur Pfeile in den Hintern. Ist das klar??“
„Ja Chef.“, echote es von Aki und Lauri gleichzeitig. Sie hockte nebeneinander, die Flügelchen hingen nach unten, die Köpfe auch.
„Will ich aber auch mal hoffen. Und nun entschuldigt mich, ich gewinne grad gegen den Teufel beim Poker.“, ein zweiter Knall war zu hören und zwei kleine erschrockene Engel saßen in einer Rauchwolke.
„Ich glaub wir verschwinden lieber ins Zimmer.“, flüsterte Aki so leise, das Lauri meinte, er wolle den Chef damit nicht stören.
„Gute Idee.“

Kleinlaut und mit den Flügelchen auf Halb Acht schlichen sie über den Gang zu ihrem Zimmer. Sie hatten Angst auch nur einen falschen Schritt zu machen und ihren Chef damit wieder zu stören.
"Was machen wir nun?", fragte der kleine Aki-Amor, als sie in ihrem Zimmer waren.
"Ich weiß nicht.", murmelte Lauri und flog auf die Couch.
Aki tippelte durch das Zimmer und entdeckte die Fernbedienung zum Fernseher. "Wie wäre es mit etwas Unterhaltung?", triumphierend hielt er sie hoch.
"Warum nicht?", der kleine Lauri-Engel schob seine Fanfare auf den nahen Couchtisch und hockte sich in die Ecke, wo das weiche Kissen lag.
Aki drückte einige Knöpfe und die Flimmerkiste vor ihnen begann ihre Arbeit. Er kletterte mit auf die Couch und setzte sich neben seinen kleinen Kumpel, denn dort hatte man die beste Sicht auf die Kiste, wenn man so klein war.
Die Werbung war gerade zu Ende und sie begannen den Film, den eine kleine Beschriftung in der Ecke als 'Sexcalibur' auswies, bei einer Szene, wo eine spärlich bekleidete Dame neben einem sehr hässlichen Kerl stand und einen Schlüssel von ihm wollte, er verlangte als Gegengabe ihre Brüste anfassen zu dürfen. Etwas entgeistert sahen die beiden Engelchen sich an und schluckten. Der halbnackten Frau wurde noch das Pferd von einer alten Hexe abgeluchst und sie auf den falschen Weg geschickt. Trotz der nackten Frau auf dem Bildschirm ließ die beiden das Ganze kalt. Sie waren keine Menschen und diese Sendung sprach eindeutig die Männer an. Etwas dümmlich war das ganze auch noch gestaltet und als die nächste Werbung begann, fiel Lauris Blick auf die Kippen auf dem Tisch. Er wollte jetzt so gerne eine haben.
Sehr umständlich holte er eine Kippe und das Feuerzeug auf seinen Platz, aber er schaffte es nicht, sie anzuzünden, das Ding war einfach zu lang und er nicht in der Lage mit dem Feuerzeug eine gescheite Flamme zu machen und so lange zu halten.
"Aki? Hilfst du mir mal?", quengelte er und sah seinen kleinen Kumpel bittend an.
"Musst du jetzt auch noch rauchen?", fragte er, aber nahm das Feuerzeug.
"Danke, du bist ein wahrer Freund.", Lauri klopfte ihm auf die Schulter und saugte wie verrückt an der Kippe, als Aki die Flamme ans andere Ende hielt.
Kleine Rauchkringel produzierend, verfolgte er etwas zweifelnd den weiteren Verlauf der Handlung, die darin bestand, das ein knollennasiger Troll von einer hübschen Brünetten einen geblasen bekam und die halbnackte Dame sie dabei störte.
"So ein Schwachsinn!!", beschwerte sich Aki und begann durch das Programm zu zappen.

"Das ist alles doof.", beschwerte sich ein rauchender Lauri Engel beim Blick auf die Flimmerkiste.
"Was erwartest du denn um diese Uhrzeit auch. Lass mich auch mal ziehen.", Aki schaltete den Kasten aus, schob die Fernbedienung zur Seite und nahm Lauri die Kippe weg.
Einmal zog er heftig am Filter und Lauri kippte lachend vom Sofa "Ich glaub der Rauch kam dir sogar zu den Ohren raus."
Hustend saß Aki da, wischte sich die Augen, hustete weiter "Sehr...sehr komisch."
Sanft tätschelte ihm, der wieder nach oben geschwirrte Lauri den Kopf, nahm für einen letzten Zug die Kippe in den Mund. Dann drückte er sie mühsam im Aschenbecher aus.
"Ich finde wir sollten schlafen gehen. Ich bin richtig schön müde.", murmelte Aki, legte seinen Kopf an Lauris Schulter.
"Kein Wunder, nach dem Schrecken."
"Um was die beiden wohl gepokert haben?", keinen Zentimeter bewegte sich Aki weg von Lauri. Dieser war nämlich herrlich warm und im Zimmer war es dank des offenen Fensters unangenehm kühl.
"Wer weiß, irgendwas Wichtiges war es sicher. Komisch, ich hätte nie gedacht dass es Dinge wie Engel und so wirklich gibt."
Statt einer Antwort von Aki kamen nur leise Schnarchgeräusche zu Lauri. War der kleine Amor doch tatsächlich an seinen Helfer gekuschelt eingeschlafen.
Vorsichtig ließ sich Lauri mit ihm auf das Kissen unter ihnen sinken. Dann wurde die Decke fürsorgliche über beide ausgebreitet und Lauri sah noch einen Moment dem schlafenden Aki zu.
Hatte er zu Beginn Angst gehabt, als Engel auch noch blonde Löckchen zu haben, so hatten sie zumindest ihre Frisuren behalten. Und Aki mit den kurzen Haaren und der Brille auf der Knubbelnase sah einfach zum anbeißen niedlich aus.
Leise kichernd kuschelte Lauri sich neben Aki auf das Kissen, gähnte herzhaft und schloss dann seine kleinen Äuglein.
Verschlafen kuschelte Aki sich näher an den warmen Körper in seinen Armen. Die Liegefläche war merkwürdig schmal, aber darüber dachte er nicht weiter nach, denn angenehm streichelten ihm warme Hände über den Rücken und das erregte ihn langsam aber sicher. Alles fühlte sich vertraut an und mit geschlossenen Augen genoss er die in sich aufsteigenden Gefühle.
Zärtlich streiften weiche Lippen seinen Hals und knabberten sanft an seiner Haut. Fast automatisch begann auch Aki über die warme Haut unter seinen Fingern zu streichen. Er spürte wie sich der Herzschlag seines Gegenübers beschleunigte, als er zärtliche Küsse auf der nackten Schulter verteilte.
Er bekam einen leichten Schreck als er bemerkte, dass er Lauri in den Armen hielt und streichelte und das dieser ihm die Gefühle bescherte, die inzwischen das Blut in seiner Mitte spürbar versammelt hatte. Auch an sein Bein drückte sich Lauris Erektion. Wieso waren sie beide nackt und lagen sich in den Armen auf der Couch?
Er sah in Lauris leuchtende grüne Augen und fühlte wie dessen Hand über seinen Bauch immer weiter nach unten strich und vorsichtig den pochenden Schaft umfasste. Er redete sich ein dass das ein Traum war und lehnte sich zurück. Mit geschlossenen Augen stöhnte er leise, als Lauris Finger ihn geschickt massierten und er ihn dabei weiter zärtlich mit den Lippen und der Zunge über die Brust strich, an den Brustwarzen saugte, bis Aki sich über Lauris Hand ergoss. Schwitzend und außer Atem blieb er liegen, als Lauri ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen drückte und im Bad verschwand.

Schnell atmend stand Lauri unter dem warmen Wasser der Dusche und streichelte sich nun selber. Was war da gerade passiert? Hatte er das wirklich mit Aki getan? Es war real, fühlte sich real an und nun wusste er auch, wie sich Akis Haut anfühlte und schmeckte. Er biss die Zähne zusammen, als er kam und lehnte sich kurz an die kühle geflieste Wand. Was würde nun werden, wenn sie sich wieder gegenüber traten?

Aki schlief auf der Couch kurz ein und erwachte wieder, als er die Tür zum Badezimmer hörte. Lauri stand im Zimmer und lächelte ihn merkwürdig an. Sein Traum fiel ihm ein, ob er vielleicht laut dabei war? Peinlich berührt bemerkte er die klebrige Stelle in der Decke und wurde rot. Hatte er hier auf der Couch einen feuchten Traum gehabt, bei dem Lauri ihn gestreichelt hatte?
Er wickelte sich in die Decke ein und lief an Lauri vorbei ins Bad. Wieso war er nackt auf der Couch eingeschlafen? Und wieso hatte er diesen Traum gehabt? Er hatte ihm gefallen und alles hatte sich so verdammt real angefühlt, auch Lauri war erregt gewesen, bevor er ins Bad gegangen war ... Lauri war aus dem Bad gekommen ... war es ein Traum oder doch nicht?
Völlig verwirrt stellte er sich unter die Dusche und drehte das Wasser kurz auf kalt, er zuckte erschrocken zusammen, aber Klarheit verschaffte das ihm auch nicht. Traum oder nicht, das war die einzige Frage, mit der sich sein Gehirn beschäftigte.

Traurig über Akis Reaktion packte Lauri seine Sachen in die Tasche und verließ das Zimmer, noch bevor Aki ihn wieder so entsetzt ansehen konnte. Wieso hatte er ihn gelassen? Gestreichelt, geküsst? Wieso waren sie überhaupt zusammen auf der Couch eingeschlafen? Nackt? Deutlich spürte er die Erinnerung von Akis Haut an seiner, dessen schneller Herzschlag und die Ekstase in Akis Gesicht, als er kam. Er versuchte diese Gedanken zu verdrängen und pfefferte seinen Koffer unten in den Bus. Er war der erste und somit allein, zog sich nach hinten zurück, machte sich eine Kippe, und die Musik in seinem Player an. Ein Zeichen für die Anderen, das er seine Ruhe wollte.
"Weißt du was Lauri für ne Laus über die Leber gelaufen ist?", Eero beugte sich etwas über den kleinen Tisch, der vorn bei der Küche war und musterte Aki.
"Nein, keine Ahnung.", log er rasch, versteckte sich hinter der Rätselseite der Tageszeitung.
Natürlich ahnte er, was los war. Auch wenn es noch nicht so richtig in seinen Kopf wollte.
Das vorhin, das war wirklich kein Traum. Lauri hatte ihm.....einen runter geholt.
Selbst unter dem Gedanken errötete er heftigst. Was ihn aber viel mehr beschäftigte war die Frage warum er das überhaupt zugelassen hatte?
Er hätte Lauri wegstoßen können, sich wehren. Aber er musste sich eingestehen...es hatte ihm gefallen. Und nun war er mehr als verwirrt. Was war das jetzt? Ein Ausrutscher oder mehr.
Sie waren schon eine Weile unterwegs und Lauri gab keinen Mucks von sich. Er saß zusammengesunken hinten im Bus, starrte auf die vorbeihuschende Landschaft und Musik dröhnte aus seinen Kopfhörern. Kurz hörte Aki genauer hin. Entweder waren es Muse oder die CD mit seinen liebsten Schnulzenliedern, wie er immer sagte.
Nur beide waren auch ein Zeichen, das es in Lauri nicht gut aussah.
Dafür fühlte sich jetzt auch Aki verantwortlich. Er hatte es im Hotel als Traum abgetan und langsam kam die Gewissheit, dass es doch real war.
"Wir wollen gleich was frühstücken. Kommst du mit?", Pauli stand plötzlich am Tisch.
"Was? Äh nein, ich hab keinen Hunger."
Langsam kletterte Paulis Augenbraue nach oben "Du hast was? Das glaub ich dir nicht. Was soll ich mitbringen?"
Nun wurde Aki wieder rot "Einen Milchkaffee und irgendwas."
Eero tauchte auf und brummte "Die Muffellaus will nichts."
Beide verließen kopfschüttelnd zusammen mit dem Busfahrer den Bus.
Aki sah sie plaudernd zur Tür der Raststätte gehen.
Es herrschte Totenstille im Bus, Lauris Player lief nicht mehr und Akis Nackenhaare stellten sich auf.
Er wusste genau, das Lauri hinter ihm stand, seinen Nacken ansah und nachdenklich auf seiner Lippe kaute.
"Lauri?", erschrockenes Luftholen, "wir sollten reden.", Schritte näherten sich Aki und Lauri setzte sich ihm gegenüber.
"Was willst du?", Lauri sah aus, als wenn er die Tageszeitung fragte.
"Das war kein Traum, oder?"
Beiden schoss die Röte den Hals hinauf bis zum Haaransatz.

Lauri schüttelte den Kopf, starrte aber weiter die Zeitung an. Das war es also, Aki hatte gedacht, es war nur ein Traum. Das machte das Chaos in seinem Inneren auch nicht besser, es erklärte nur Akis Gesichtsausdruck.
"Wieso hast du das getan?", fragte Aki leise und überraschte sich selber damit.
"Wieso hast du mich gelassen? Du warst wach und hast mich geküsst.", murmelte Lauri und entzifferte einzelne Worte der verkehrt herum, auf dem Tisch liegenden Zeitung.
"Ich weiß nicht.", stammelte Aki und fühlte wie er erneut einen heißen Kopf bekam.
"Wieso sind wir dort zusammen aufgewacht?", wollte Lauri wissen und hob den Blick.
"Das frage ich mich schon die ganze Zeit.", von seinem Engel-Fortsetzungstraum erzählte er Lauri lieber nichts dachte Aki.
Außerdem war der diesmal auch keine Erklärung, denn das Letzte was er noch wusste, war ein Donnerwetter auf dem Hotelflur.
"Was machen wir jetzt?", fragte Lauri geknickt. Es tat ihm weh, dass Aki es zwar sichtlich genossen hatte, nun aber nicht darauf eingehen wollte.
Aki suchte nach einer passenden Antwort, er spürte dass sein Freund verletzt war und er wollte ihm nicht noch mehr wehtun, nur was sollte er sagen?
Er erinnerte sich schlagartig an die Gefühle die er gehabt hatte, das er es gewollt hatte. Er hatte Lauri gewollt, ihn geküsst, nur was war das gewesen?
Er sah auf die geschwungenen Lippen seines Freundes und dachte an den kurzen Kuss bevor dieser ins Bad verschwunden war. Er wünschte sich plötzlich, sie hätten sich richtig geküsst, dann wüsste er jetzt wenigstens wie das wäre.
"Aki?", fragte Lauri leise und sie sahen sich direkt in die Augen.
Bevor Lauri es erneut schaffte, den Blick zu senken, hatte Aki etwas gesehen, das er nicht hatte sehen sollen. Trauer und Wärme hatten ihn angesprungen und eine Ahnung der Gefühle die Lauri hatte. Die er für ihn hatte und die erklärten warum das heute Morgen passiert war.
Mit Herzklopfen sah er in Lauris Gesicht, das nun nichts mehr davon verriet, nur seine Hand zupfte nervös an der Tischdecke. Vorsichtig langte Aki über den Tisch und legte seine Hand auf die von seinem Freund.
Lauri zuckte erschocken zusammen, sah ihn nur kurz an und suchte sich dann einen Punkt auf seinem Shirt.
"Wieso sollten wir entscheiden was wir tun sollen? Lass uns einfach warten was passiert. Ich ... ich hab dich gelassen, weil es mir gefallen hat.", stammelte er unsicher und verfluchte im Geiste, dass er Eero, Pauli und den Busfahrer schon zurückkommen sah.
Lauri hob den Blick und sah in die grauen Augen, seine Gefühle hatte er sorgsam verborgen, aber ein Lächeln blitzte darin auf. "Ich geh lieber wieder hinter.", meinte Lauri mit einem Blick nach draußen und verschwand, noch bevor die drei merken konnten, dass er überhaupt vorn gewesen war.

Den Rest der Fahrt hing Lauri weiter seinen Gedanken nach, aber das Lächeln war in sein Gesicht zurückgekehrt. Eero hatte es bemerkt und nur erneut den Kopf geschüttelt. Das Lauri hin und wieder seine Launen hatte, daran waren alle gewöhnt, aber das war doch sehr seltsam. Später leistete Aki ihm dort hinten Gesellschaft und irgendwann legte er einen Arm um Lauri, eine freundschaftliche Geste, die beiden zwar heftiges Herzklopfen bescherte, aber auch zeigte das sich zwischen ihnen nichts ins negative verändert hatte.


"Das Hotel ist eindeutig etwas teurer als die anderen.", stellte Lauri fest, sah sich weiter um.
"Ah ja und woran merkt das unser Hotelexperte?", schnaufend schob Aki seinen Koffer in eine Ecke, wo keiner drüber fallen konnte.
"Die haben hier Minztäfelchen auf dem Kopfkissen.", kichernd hielt Lauri eines der beiden in die Höhe.
"Könnte auch daran liegen, das es mal wieder ein Doppelbett ist."
Lauri hörte schon gar nicht mehr richtig hin, stöberte lieber durch das Körbchen mit den Proben im Badezimmer "Seife, Duschgel, Shampoo, Kondome...."
Überrascht sah Aki zur Tür herein "Kondome? Wird ja immer besser. Das nächste Mal gibt es dann die Babypille."
"Nur das wir die ungeöffnet zurückgeben müssen .Das andere Zeug nicht unbedingt.", Lauri grinste zweideutig.
Aki schüttelte nur den Kopf, richtete sich lieber etwas häuslich ein. Sie würden zwei Nächte in der Luxushütte bleiben, da könnten sie auch der Hotelwäscherei ihre Klamotten geben.
"Lauri? Hast du Dreckwäsche? Ich muss mal waschen lassen.", Aki wühlte durch zig Beutel, ein kleiner Wäschehaufen bildete sich.
Quiekend ging er in der nächsten Sekunde in einem Haufen Wäsche unter. Lauri hatte einfach die besagte Wäsche aus seinem Beutel, über Aki gekippt.
"Iiiiihhh Lauri, auch noch die Socken und Boxer.", schüttelnd befreite er sich.
"He ich hab keine Käsefüße.", kichernd saß Lauri auf dem Sessel.
"Dazu sag ich jetzt mal nichts."
Rasch stopfte er alles in einen der Säcke und stellte ihn neben den Sessel.
Lauri hatte sich auf den Balkon verzogen, es war inzwischen früher Abend. Schwalben schossen durch die Luft, lärmten.
Aki ging zu Lauri, stützte sich auf das Geländer. Ganz langsam rückte Lauri näher, legte seinen Kopf schließlich auf Akis Rücken.
"Lauri?", fragte Aki in die Stille.
"Nichts."
Doch trotzdem drehte er sich zu Lauri um "Was ist das hier? Bei uns."
"Ist das nicht egal?", flüsterte Lauri, rückte noch ein Stück näher zu Aki.
Wie verzaubert starrte dieser auf die Lippen seines besten Freundes, konnte sehen wo sie etwas aufgesprungen waren.
Das Verlangen sie zu berühren wurde immer heftiger. Sie spürte beide dieses Knistern, schlossen gleichzeitig die Augen und küssten sich sanft.
Lauris Lippen waren so weich, wie am Morgen, gaben sich Akis schüchternen Berührungen gänzlich hin.
Unsicher legte Aki seine Arme um ihn, zog den warmen Körper näher.
Doch lautes Scheppern ließ sie auseinander fahren und nach unten sehen. Kinder mit einem Ball hatten beim spielen eine alte Mülltonne umgeworfen. Nun zetere eine alte Frau noch aus einem Fenster.
Trotzdem war ein kleiner Hauch des Zaubers zwischen ihnen geblieben, wie sie den Balkon verließen.

Etwas später hatten sie das gemeinsame Essen mit Eero und Pauli hinter sich gebracht und waren allein im Restaurant.
Lauri sah mit Unbehagen, das der offensichtlich schwule Kellner heftig mit Aki flirtete, was diesem sichtlich peinlich war.
"Hast du was dagegen, wenn wir gehen?", fragte Aki kurz darauf und trank sein Glas leer.
"Nicht im geringsten.", meinte Lauri und stand auch schon auf.
Auf ihrem Weg zurück zum Fahrstuhl, bemerkte Aki ein Schild mit "zur Bar" das in den Keller wies.
"Hast du Lust?", fragte er Lauri und zeigte die Treppe runter.
"Nicht wirklich, aber geh nur allein, dann geh ich oben vielleicht baden oder so.", Lauri war nicht danach, weiter mit anzusehen, wie Aki von Männern angemacht wurde oder selber nach Frauen Ausschau hielt.
Auch wenn sie sich geküsst hatten, das hatte doch nichts weiter zu bedeuten, jedenfalls war sich absolut nicht sicher was es war.
"Ja, ok. Dann sehen wir uns später.", meinte Aki und lief auch schon die Treppe runter.
Müde ging Lauri in den Fahrstuhl und fuhr zu ihrem Zimmer. Er warf seine Klamotten auf das Bett und ging nackt ins Bad. Das Aki so schnell wieder kam, damit war nicht zu rechnen. Bald versank er bis zum Hals in warmem Wasser und wurde noch müder. Das Gefühlschaos des Tages hatte ihn erschöpft.

Aki saß in einer Ecke am Tresen der gut besuchten Bar und beobachtete die Leute. Wieder zwinkerten ihm einige Kerle zu und er ignorierte es. Versuchte selbst verzweifelt die Aufmerksamkeit einer kleinen Blonden auf sich zu lenken aber er scheiterte. Das verwirrte ihn zusehends. Wieso hatte er seine Wirkung auf Frauen verloren? Wieso standen plötzlich die Männer auf ihn? Er war doch nicht schwul, oder doch? Er hatte Lauri geküsst und das am Morgen war schön gewesen ... fluchtartig verließ er die Bar und ging zurück auf ihr Zimmer. Er hörte Lauri im Bad, leise plätscherte das Wasser in der Wanne und alles was er wollte, war zu ihm zu gehen und zu fragen was hier passiert war. Aber er setzte sich nur stumm auf die Couch und schloss die Augen.

Als Lauri aus dem Bad kam hatte er nur einen Bademantel an und erschrak als er seinen Freund dort sitzen sah, es wirkte als würde er schlafen. Leise schlich er zu seinen Sachen und schlüpfte in seine Shorts. Dann saß er da und sah Aki an, er wollte zu ihm, wollte bei ihm sein, ihn küssen wie auf dem Balkon, wenigstens seine Wärme spüren, wenn er sonst schon nichts haben konnte. Er stand auf und setzte sich neben ihn. Aki blinzelte ihn an, lächelte nur und legte wieder wie im Bus einen Arm um ihn.
"Was passiert hier mit uns?", murmelte Lauri und kuschelte sich an ihn.
"Ich weiß es nicht.", flüsterte Aki und lehnte den Kopf an Lauris.
Unbeweglich verharrten sie so bis es Mitternacht zu schlagen begann. Die Geräusche erinnerten Aki an etwas, aber er wusste nicht was genau. Er wurde sich nur bewusst, wie nahe Lauri ihm war und das dessen Augen wie Smaragde funkelten. Lächelnd gab er dem Wunsch nach ihn zu küssen und sie küssten sich noch immer zärtlich als es Mitternacht war und sie sich erneut in zwei kleine Engel verwandelt hatten.
Verwirrt ließen sie von einander ab und sahen sich um.
"Wieso haben wir uns geküsst?", fragte der kleine Lauri-Engel verwirrt und sprang von der Couch.
"Ich ...ich habe keine Ahnung.", stammelte Aki, den das mehr verwirrt hatte, als er zugeben wollte und folgte Lauri, der schon zur offenen Balkontür marschiert war und in die Nacht hinaus sah.

"Sehr komisch.", murmelte Lauri, flatterte mit den kleinen Flügeln, "wir sollten dringend heute noch paar Opfer finden."
"Ja du hast recht.", Aki war nicht ganz bei der Sache, versuchte noch herauszufinden warum er und Lauri sich geküsst hatten.
"Los komm, vielleicht finden wir eine Schwulenbar oder so was.", Lauri balancierte schon auf der Brüstung und hüpfte in die Tiefe, flatternd tauchte er auf.
Aki brummte nur, flog ihm einfach nach. Er hatte Lauri geküsst und irgendwie hatte es ihm gefallen. Aber warum plötzlich? Was war hier los?
"Sieh mal da unten.", Lauri flog auf der Stelle, spähte in die Tiefe.
"Und?", Aki sah im Dunklen etwas schlechter.
"Viele Kerle und viele bunte Lichter. Ich denke hier sind wir richtig."
"Aber wir lassen das Bier und andere Genussmittel in Ruhe. Erinnere dich an deine Geiere beim letzten Bier als Engel.", Aki grinste Lauri an, bevor sie nach unten segelten.
Zum Glück war das große Tor, was als Eingang diente offen und sie landeten wieder auf der Theke.
"Wow ist das voll.", staunte Aki.
"Ja und geile Mucke haben die.", ein kleiner Lauri Engel tanzte und hüpfte über die Theke.
Lächelnd sah Aki ihm zu, fand es niedlich wie Lauri um die Bierflaschen tanzte, sich richtig wohl fühlte.
Doch die Arbeit rief und er war einen Blick auf die Menschenmengen. Die komischsten Gestalten liefen hier herum und dazwischen immer wieder Pärchen.
"Lauri ich flieg mal da rüber."
"Warte ich komm mit.", Lauri drehte eine letzte Runde um das Martiniglas, folgte dann Aki.
In einer Ecke fanden sie kleine Sofas, wo knutschende Typen saßen.
"Was meinst du? Die beiden? Oder da drüben?", suchend sah sich Aki um.
"Da! Die zwei. Die saßen erst an der Bar, ihre Kumpels haben sie hergeschleift und einfach sitzen gelassen. Ich hab gelauscht.", aufgeregt hüpfte Lauri auf der Lehne auf und ab.
"Na dann wollen wir mal nachhelfen.", prüfend sah sich Aki seine Pfeile und den Boden an, legte an und versprühte etwas Liebe zwischen die zwei Kerle auf der Couch.
Höchst erfreut, trötete Lauri in die kleine Fanfare und beobachtete dann weiter mit Aki die Leute. Das wäre doch gelacht, wenn sie nicht noch ein Paar finden würden. Gerade hatten sie die Hälfte geschafft, also nur noch zwei und nie wieder Engel sein.
Sie tippelten durch die Leute, standen auf den Tischen und sahen sich immer wieder nach Opfern um, aber die meisten waren schon zusammen und bei vielen dauerte es nicht lange das sie ihre Hemmungen überwanden.
Der kleine Lauri-Engel zuckte erschrocken zurück, als Amor ihm ins Ohr kreischte, "Sieh nur die da, ich glaube das ist was für uns!" und in eine Richtung zeigte.
Lauri spähte der Hand nach und entdeckte tatsächlich zwei Kerle die sehr schüchtern in der Tür standen und dann langsam die Bar betraten. Einer ging etwas zu trinken holen und dann standen sie mit etwas abstand an einem der kleinen Tische.
Neugierig wie Lauri war, flog er auf die Tischplatte und lauschte was sie redeten, dann kehrte er grinsend zu Aki zurück.
"Such dir einen guten Platz, die haben ihr erstes Date.", brüllte er um die Lautstärke im Raum zu übertönen.
Aki nickte nur grinsend und kletterte wieder auf die nahe Couch, dabei rutschte ihm der Köcher mit den Pfeilen von der Schulter. Er erwischte ihn und den Inhalt gerade noch bevor alles zu Boden fiel, aber ein Pfeil landete auf dem Boden und fiel Lauri der ihm folgte glitzernd ins Auge.
Schnell bückte er sich und hob ihn auf.
Aki suchte sich einen guten Platz und putzte sich erstmal die Brille, von dem Rauch in dem Raum war diese ganz verschmiert. Dann legte er an und ohne dass die Beiden am Tisch davon etwas merkten, traf sie beide ein Pfeil. Lauri trötete hinter ihm und Aki duckte sich etwas, dann setzte sich gerade in dem Moment jemand auf die Couch und Aki trat drei Schritte zurück.
Sein Schmerzensschrei mischte sich mit dem letzten Ton der Fanfare und Lauri sah verwundert zu, wie der Pfeil, den er in der Hand gehalten hatte und den sich Aki in den kleinen Engelhintern gejagt hatte, als er zurück wich, in glitzernden Staub auflöste.
Böse funkelte Aki ihn an.
"Ich kann nichts dafür, ich hab den Pfeil gefunden und wollte ihn dir wieder geben.", rechtfertigte sich Lauri und brachte sich vor Aki in Sicherheit.
Aki war wütend und ihm tat der Hintern weh, er hatte eingesehen, das Lauri recht hatte, es war Zufall, denn er hatte noch die Fanfare gehört als ihn der Schmerz traf, weil er unvorsichtig war. Aber im ersten Moment hatte er gedacht Lauri wollte sich für den Pfeil den er ihm verpasst hatte, rächen.
Draußen vor der Bar drehte er sich zu Lauri um, der ihn geknickt ansah und erneut, "es tut mir leid", murmelte. Aber er schnaufte nur und flog los, zurück zum Hotel, für heute Nacht hatte er genug.


Lauri kam fünf Minuten nach Aki an. Er war so geknickt wegen der Sache mit dem Pfeil, dass er sehr langsam geflogen war.
Leise schloss er die Balkontür, stellte die Fanfare neben den Tisch und sah sich um.
"Aki?", fragte er in den Raum.
"Hmm, hier oben.", brummte es von dem großen Doppelbett herab.
Lauri flatterte nach oben, sah Aki auf dem Bauch liegen.
"Oh man, das tut mir so leid.", haspelte Lauri.
"Ist schon gut, du konntest echt nix dafür."
"Warte, ich schau mal ob wir was zum kühlen da haben.", fürsorglich tätschelte er Aki den Arm und schwirrte in die Ecke wo ein Kühlschrank stand. Nach drei Anläufen bekam er auch die Türe auf.
Etwas ließ ihn der kalte Windhauch unter dem Lendentuch frösteln.
"Hast du was?", fragte Aki aus dem Hintergrund.
"Warte, das ist alles etwas groß.", suchend sah sich Lauri auf den drei Ebenen um bis er auf ein kleines Fach stieß "Ha, hier ist was.", knurrend zog er an einem Gelpack, was eigentlich für die Augen gedacht war.
Quiekend überschlug er sich, als das Gelpack nachgab und aus dem Fach schnippste.
"Alles in Ordnung.", besorgt beugte sich Aki über die Bettkante, wo Lauri unter dem Kühlpack begraben lag.
"Wahh kalt.", Lauri hopste hin und her, befreite sich davon.
"Warte, wehe du haust mir das jetzt blank auf den Hintern.", erschrocken wich Aki zurück.
Lauri grinste kurz und segelte zu seiner Tasche, in einem Beutel fand er Stofftaschentücher, frisch gebügelt.
"Die sind sauber, guck nicht so."
Aki wurde knallrot, als Lauri einfach so dessen Lendentuch wegzog.
"Oh das sieht aber aus.", stellte Lauri fest.
Der gesamte Aki-Engel Po war rot-blau, außerdem geschwollen.
"Achtung.", warnte er vor und legte Aki dann den Gelpack aus.
"Oh das ist guuuuuut.", seufzte Aki auf, ließ den Kopf auf das Kissen sinken.
"Das tut jetzt leider Morgen den ganzen Tag weh.", murmelte Lauri und hockte sich neben Aki.
"Hm. Ich weiß und es tut mir Leid, das ich dir das angetan habe.", nuschelte Aki in das Kissen.
"Schon vergessen.", leicht strich Lauri über Akis Rücken unter dem Flügel entlang. "Meinst du, du kannst jetzt schlafen?", fragte er dann und zerrte an dem Bettüberwurf.
"Ich denk schon.", murmelte Aki und schloss die Augen.
Kurz darauf lag der Lauri-Engel neben ihm und sie waren beide mit dem Ende des Überwurfes zugedeckt.

Ein leises Stöhnen dicht an seinem Ohr ließ Lauri aufwachen. Es war fast hell und er lag schon wieder auf der Seite von Aki in dem großen Doppelbett. Nackt! Und wieso lagen sie auf den Decken? Mit dem Überwurf zugedeckt?
Leicht zweifelnd rückte Lauri von Aki weg, so gern er neben ihm geblieben wäre, vielleicht sollten sie wenigstens einen Morgen normal aufwachen?
Er rutschte auf seine Bettseite und zog sich die Decke über die Schulter, nun hatte alles wenigstens den Anschein von Normalität.
Einschlafen konnte er aber nicht mehr, Aki stöhnte als hätte er Schmerzen wenn er sich bewegte und die Fragen, wieso er schon wieder neben ihm gelegen hatte, ließen ihn nicht mehr los. Heute war ihm nicht übel, auch wenn er wieder von einer Schwulenbar geträumt hatte, also ging er davon aus, das sie nichts getrunken hatten, nur wieso waren sie wieder nackt zusammen eingeschlafen?

Ein leiser Schmerzenslaut ließ ihn sich umdrehen und er sah noch wie Aki sich nackt aus dem Bett quälte und wie er vor einigen Tagen einen blauen Fleck am Hintern hatte. Was war das nun? Erst er und nun Aki?
"Was ist hier los?", fragte Aki, als er mit einem Handtuch um die Hüfte zurück zum Bett kam und das Gelpack fand.
"Ich habe keine Ahnung.", gab Lauri verwirrt zu und kramte vom Bett aus in seiner Tasche nach der Salbe die ihm bei seinen Beschwerden geholfen hatte.
"Danke.", kopfschüttelnd verschwand Aki erneut im Bad und legte sich danach vorsichtig auf den Bauch.
Lauri lag weiterhin auf seiner Bettseite, nackt unter der Decke und den Kopf zu Aki gewandt. Krampfhaft versuchte er, Aki nicht auf den nackten Hintern zu starren, der sich mehr als nur verführerisch abzeichnete. Er hatte nie geahnt, das ihn Akis Hintern so an machen könnte.
"Lauri?"
Erschrocken zuckte dieser zusammen "Ähm ja?"
"Na ja gestern Abend...da...da.....", Aki verhaspelte sich.
Rasch kramte Lauri in seinem Gedächtnis und es fiel ihm wieder ein "Du meinst.....unseren Kuss?"
"Hmm, ja.", akribisch bohrte Aki mit dem Finger ein Loch in das Kopfkissen.
"War es schlimm?", hakt Lauri nach.
Überrascht hob Aki den "Nein...nein...es war eher...ähm...schön", Akis Kopf glühte wie eine Herdplatte.
Auf Lauris Gesicht schlich sich ein breites Grinsen "Wirklich?"
"Ja, schon.", Aki traute sich nicht den Kopf zu heben, es wurde ihm jetzt auch immer mehr bewusst, das er ja hier völlig nackt neben Lauri auf dem Bett lag und dieser ihm immer wieder auf den Po schaute.
Aber es störte ihn weniger als er vermutet hatte, irgendwie gefiel ihm der Gedanke, dass ihn Lauri anscheinend begehrte.
"Und nun?", Lauri war unbemerkt etwas näher gerückt, lag auf der Seite und stützte seinen Kopf auf eine Hand.
"Gute Frage.", druckste Aki herum, angelte nach der Decke um sich etwas zu bedecken, nicht das Lauri sah, was sich bei ihm noch so in die Matratze bohrte.
"Hmmm heute ist Sonntag, wenn ich mich recht erinnere."
"Ja und?", Aki verstand nicht auf was Lauri hinauswollte.
"Darf ich mir, weil Sonntag ist was wünschen?", grinsend lag Lauri neben Aki, seine freie Hand ruhte auf seinem Bauch, der zum Teil entblößt war.
"Ähm und was?"
Langsam beugte sich Lauri näher zu Aki und flüsterte "Mit einem Guten Morgen Kuss wäre ich schon mal sehr zufrieden."


Sie fanden die Situation in der sich waren beide etwas merkwürdig und Aki schlug das Herz auch bis zum Hals, als er Lauris Wunsch nachkam und sie sich vorsichtig küssten.
Wieso gefiel ihm das auf einmal? Aber im Grunde war es auch völlig egal, seit Tagen ignorierten ihn die Frauen und flirteten nur noch Kerle mit ihm. Wenn er nun vielleicht die Seite gewechselt hatte, dann wollte er das lieber mit Lauri tun, als mit einem völlig Fremden.
Er lag weiter auf dem Bauch und fühlte, wie Lauri begann ihm über den Rücken zu streichen. Wäre er eine Katze hätte er zu schnurren angefangen. Ihm fehlte das Vertrauen, das man in jemanden haben konnte, denn man kannte schon länger, aber irgendwie hatte er niemanden gefunden, dem er hätte länger vertrauen wollen.

Lauri lag quer auf dem Bett und sie küssten sich noch immer. Ihn wunderte es zwar immer noch etwas, dass sie das hier machten, aber langsam verschwanden die Gedanken daran in der hintersten Ecke. Sie küssten sich und er konnte sicher sein, das Aki das danach nicht wieder als Traum abtun würde.
Wie sehr er sich nach Aki sehnte, traute er nicht zu sagen, sein Herz stand in Flammen, wenn er nur an ihn dachte und seit zwei Tagen, dachte er an nichts anderes mehr.
Sie streichelten sich zögernd über die Arme und die Brust. Aki kraulte Lauri sanft den Nacken, während es ihn noch mehr erregte, dass er ihm nun so nahe war. Lauris Hände strichen immer sicherer über Akis nackte Haut, über die Seite und den Rücken, bis zum Ansatz des festen Hinterns, aber er wollte Aki nicht wehtun und ließ es dabei bewenden.
Aki traute sich irgendwie noch nicht so richtig, aber er ließ es zu, das Lauri seine Hand führte und langsam über Lauris Bauch schob. Er kraulte durch die kleinen gekräuselten Haare und strich dann zögernd über die aufgerichtete Erektion. Lauri stöhnte leise und ließ sich in das Kissen sinken. Darauf hatte er gehofft, seit er neben Aki auf der Couch aufgewacht war und nun war es soweit. Fasziniert beobachtete Aki Lauris Gesicht als seine Finger über die weiche glatte Haut und die kleinen Adern strichen. Es dauerte nicht lange und Lauri ergoss sich laut stöhnend über Akis Hand.
Heftig nach Atem ringend lag Lauri auf dem Bett, die Augen geschlossen. Er genoss die kleinen Nachbeben, die seinen Körper sanft durchfuhren.
Akis Blicke ruhten auf ihm, nahmen jedes Detail auf.
"Das war......toll.", raunte Lauri, sah wieder zu Aki.
Der lächelte etwas unsicher "Lauri...warum...warum gefällt mir das plötzlich? Warum finde ich das sexy und vor allem, warum machst du mich...ähm...geil?", Akis Kopf wurde knallrot.
"Ich kann es nicht erklären. Es war einfach da. Plötzlich sah ich dich auch mit anderen Augen.", druckste Lauri herum.
Langsam beugte sich Aki zu ihm und küsste die weichen Lippen.
Ein Klopfen ließ sie auseinander fahren. Lauri zerrte hektisch die Decken über Aki und griff nach seiner Boxer.
Umständlich zog er sie sich über, hüpfte dabei schon zur Tür.
"Eero. Du meine Güte, lass die Türe ganz.", begrüßte Lauri den Bassisten, nachdem er aufgeschlossen hatte.
"Guten morgen euch beiden.", er sah etwas verwundert zu Aki, aber dachte sich nichts dabei, das dieser etwas verkrampft im Bett lag, "wir wollten in einer Stunde frühstücken und dann die Stadt erkunden. Kommt ihr mit?"
Würden sie ablehnen, wäre zu auffällig, schoss es Lauri durch den Kopf "Ähm, ja klar. Wir müssen uns aber noch fertig machen. Ich bin erst seit eben wach.", log er, ohne mit der Wimper zu zucken.
"Wir warten dann unten beim Frühstück auf euch.", Eero war schon wieder fast auf dem Weg zu seinem und Paulis Zimmer.
"Ist gut.", rief ihm Lauri noch nach, bevor er die Türe wieder schloss.
"Denkst du er merkt was?", Aki rappelte sich grade etwas umständlich auf.
"Nein, ich denke nicht. Willst du duschen oder so?", besorgt sah Lauri das Aki lief wie vom Pferd getreten.
"Mal sehen, irgend so was.", murmelte dieser, hielt das Laken um seine Hüften weiter fest.
Leise seufzte Lauri, als Aki im Bad verschwunden war. War es für Aki nur eine Versuchsphase? Oder bedeutete es ihm soviel wie Lauri?
Solange Aki im Bad war, suchte sich Lauri schon etwas zum anziehen und räumte etwas auf.
Ihm war richtig flau bei dem Gedanken, wieder mit Aki in diesem Bett zu schlafen.

Im Bad ließ Aki das Laken einfach fallen und warf wieder einen Blick auf den großen blauen Fleck auf seinem Hintern. Kopfschüttelnd stieg er vorsichtig in die Dusche und drehte das Wasser auf.
Was ist das hier nur? Er wusste nicht mehr was er denken sollte. Lauri fand er anziehend und dieser ihn, was an sich ja nichts Schlechtes war, vor allem so wie er sich fühlte wenn er in seiner Nähe war. Nur wieso auf einmal? Diese Nacht, bevor Lauri den Blauenfleck hatte, fiel ihm ein. Da begann der Traum mit den Engeln und heute Nacht? Er überlegte krampfhaft aber es war alles sehr wirr und undeutlich.
Als er sich einseifte, dachte er daran, dass er einfach nur mal allein sein wollte. Am besten zu Hause. Keine verwirrenden Gefühle, wenn er seinen besten Freund ansah, keine Angst wenn er schlafen ging, weil er allein dort sein würde.
Die Vorstellung heute Abend wieder mit Lauri in dieses Bett zu gehen, beunruhigte ihn.

Lauri hatte sich angezogen und war auf dem Balkon eine rauchen gewesen, dabei hatte er nach unten gesehen und realisiert, das er wusste, wo sich einige Straßen weiter eine Schwulenbar befand. Woher kam die Erkenntnis? Er war doch auf dem Zimmer geblieben. Verwirrt ging er wieder rein und hörte dass im Bad das Wasser noch immer lief. Ob Aki was passiert war?
Besorgt machte er vorsichtig die Tür auf und sah ihn in der Duschkabine stehen. Völlig reglos starrte Aki an die Wand und das Wasser prasselte auf ihn nieder. Der ganze Raum war mit Wasserdampf angefüllt und es war ziemlich stickig.
Er zog ein Handtuch vom Halter und ging zur halboffenen Tür der Duschkabine. "Aki?", fragte er leise um ihn nicht zu sehr zu erschrecken.
Aki drehte nur den Kopf zu ihm und sah ihn an. Er hatte ihn reinkommen gehört, aber sich nicht bewegen können.
"Was ist los?", fragte Lauri nun besorgt.
"Ich weiß nicht.", murmelte Aki und drehte das Wasser ab.
Ohne auf seine Nacktheit zu achten, trat er aus der Dusche und ließ sich von Lauri in das Handtuch hüllen. Dann stand er einfach da und sah ihn an. Fragende grüne Augen, die Haare völlig verstrubbelt, stand Lauri direkt vor ihm und wusste nicht was er machen sollte. Seufzend lehnte Aki sich an ihn und Lauri hielt ihn fest, streichelte ihm nach kurzer Zeit sanft über den Rücken.
Lauri war erschrocken über Akis Reaktion. Er wirkte so aufgewühlt und hilflos. Lag es an ihm? Weil er sich zu Aki hingezogen fühlte?
"Wir...wir müssen uns fertig machen. Sonst kommt Eero und fragt nach.", flüsterte er an Akis Ohr, tupfte ihn weiter mit einem zweiten Handtuch trocken.
"Hmm.", brummte Aki nur, löste sich langsam aus der Umarmung und sah Lauri eine Weile an, "hab ich dir schon mal gesagt, das du schön bist?"
Mit offenem Mund sah Lauri ihn an "Ähhm...nein.", stammelte er.
"Du bist wunderschön.", flüsterte Aki, drückte Lauri seine Lippen auf die Stirn und verließ das Bad.
Verdattert sah Lauri ihm nach, suchte seinen eigenen Blick im Spiegel. Irgendetwas passierte hier und er konnte nicht in Worte fassen, was es war.
Während er über die kleine Szene eben nachdachte, kämmte er sich die struppigen Haare. Auf stylen hatte er keine Lust, die Mütze musste reichen.
Einerseits schien Aki die Nähe zu genießen, aber andererseits war er oft genug über seine eigenen Reaktionen überrascht. Und Lauri wusste nicht, woran er war.
Leise seufzte er auf, verließ schließlich auch das Bad. Aki saß auf seiner Bettseite, war schon angezogen, doch bei den Socken war er stehen geblieben, starrte diese an.
"Aki?"
Er schreckte auf "Was? Oh ach so. Ich bin gleich fertig."
Sie mussten dringend reden, stellte Lauri fest. Sonst würden sie beide an dieser Situation völlig verrückt werden.
In Windeseile hatte er sich ein paar Klamotten angezogen, zog noch die Mütze über.
Mit dem Rucksack über der Schulter wartete er auf Aki, der sich wegen den Schmerzen am Hintern etwas langsamer bewegte.
Unten im Speisesaal saßen bereits Eero und Pauli.
"Kommt ihr auch schon?", murmelte der Bassist aus seiner Teetasse.
"Wir haben frei und sind nicht auf der Flucht.", knurrte Aki wütender, als beabsichtigt.
Alle drei warfen ihm daraufhin einen erschrockenen Blick zu.
Er lief rot an, nahm sich Kaffee und brummte "Schlecht geschlafen."
Lustlos folgten Aki und Lauri den beiden, die nichts merkten, oder merken wollten. Aki versteckte seine Schmerzen so gut es ging, aber langsam hatte er es satt. Ihm tat bei jedem Schritt alles weh und er wollte nur noch zurück in sein Bett. Ok, das war auch Lauris Bett im Moment, aber inzwischen war ihm das egal.
"Geht’s?", fragte Lauri ihn besorgt, als er hörte wie sein Freund leise stöhnte.
"Ich hab keine Lust mehr.", murmelte Aki und sah flehend in Lauris Gesicht.
"Dann gehen wir zurück, sollen die beiden doch allein hier rumlatschen.", meinte Lauri und legte seine Hand an Akis Arm.
"Ähm Eero!", rief Lauri und wartete das die Beiden sich zu ihnen umdrehten.
"Hm?", fragte der Bassist und musterte ihn.
"Ich hab mir die Füße aufgerieben, wenn’s euch nichts ausmacht, dann gehen wir wieder zurück. Ihr könnt euch ja noch was ansehen."
"Oh. Na dann sehn wir uns später wieder.", murmelte Eero und ging mit Pauli weiter.
Etwas irritiert sah Lauri von den Zweien zu Aki. Normalerweise hätte Eero nun eine Diskussion angefangen aber nichts, einfach so konnten sie zurückgehen.
"Komm.", meinte Aki nur und machte sich nun nicht mehr die Mühe zu verstecken, wie weh ihm sein Hintern tat.

Im Hotelzimmer streifte er sich stöhnend die Schuhe ab und zog sich die Hose aus, dann kroch er auf das Bett und streckte sich aus. Mit geschlossenen Augen wartete er, dass der Schmerz nachließ und achtete nicht weiter auf Lauri. Er zuckte nur erschrocken zusammen, als er etwas Kaltes auf seinem Hintern fühlte.
"Ich dachte das hilft vielleicht.", meinte Lauri und legte sich neben ihn.
"Danke.", leise seufzte Aki und fühlte wie das kühle Gelpack die Schmerzen etwas linderte.
"Wir sollten uns unterhalten.", murmelte Lauri und streichelte sanft über Akis Wange.
"Hm.", machte Aki und sah ihn an.
"Was ist mit uns passiert?", fragte Lauri und streichelte weiter über Akis Haut.
"Ich weiß nicht, aber es gefällt mir. Auch wenn ich nicht weiß warum. Ich mag dich, als Freund schon immer und nun irgendwie anders auch noch.", flüsterte Aki und griff nach Lauris Hand.
"Du ... du meinst ... du?", stammelte Lauri.
"Ja, ich denk schon und das ist irgendwie anders als sonst."
"Weißt du, dass mir das schon einige Tage so geht?", fragte Lauri leise.
"Ich glaube ja, ich habe es dir angesehen."
"Was wollen wir tun?", wieder verlor Lauri sich in Akis Augen.
"Das, wonach uns ist.", flüsterte Aki und küsste ihn. Er hatte beschlossen aufzuhören, nach dem Warum zu fragen. Lauri fand ihn anziehend und mochte ihn und ihm ging es genau so. Dass er sich plötzlich in ihn verliebt hatte, wollte er sich noch nicht so recht eingestehen.
Sie lagen auf dem Bett, Aki hatte seinen Kopf zu Lauri gedreht und sie küssten sich noch immer.
Beiden gefiel es und sie mochten es, den Mund des anderen zu erforschen.
Für beide war es eine neugierige Erkundungsreise. Nie hatten sie einen anderen Mann geküsst. Und das Vertrauen was zwischen ihnen so schon herrschte, wurde damit gefestigt.
Nach langer Zeit wurde ihnen doch mal die Luft knapp und sie ließen voneinander ab.
"Hmm das war irgendwie toll.", murmelte Aki, legte sich wieder hin.
"Ja stimmt.", Lauri war noch etwas sprachlos.
Sie lagen hier nebeneinander auf dem riesigen Bett. Auf Akis Hintern, der nur durch Boxershorts verdeckt war, thronte der Kühlpack.
"Ich hätte jetzt Bock auf Süßigkeiten.", Aki schüttelte über sich selbst den Kopf.
"Gab’s nicht gleich neben dem Hotel so nen Laden?", Lauri dachte nach.
"Schon, aber....", Aki sah wie Lauri aufstand, "he was machst du?"
"Was wohl? Süßkram besorgen. Ich hab auch Appetit.", rasch suchte Lauri seine Mütze wieder und seine Schuhe, war schon an der Tür, "nicht weglaufen."
Ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen, huschte Lauri zum Fahrstuhl. Er hatte immer noch den Geschmack von Akis Lippen auf seinen eigenen.
Die Dame an der Rezeption sah ihm nur etwas kopfschüttelnd nach.
Aki war einfach liegen geblieben und musste über Lauris Eifer lächeln. Er wusste, das Lauri sich in ihn verliebt hatte, allein durch das, was er für Aki tat.
Hätte Aki jetzt Schokolade von Fazer in Helsinki gewollt, hätte Lauri ihm auch das besorgt.
Es schmeichelte ihm, dass sich Lauri so um ihn kümmerte und er nahm sich im Stillen vor, das auch für Lauri zu machen.
Als die Tür klappte, schrak er auf, drehte sich halb um.
"Fressi.", grinste Lauri, warf einige Tüten die verdächtig raschelten auf das Bett und krabbelte hinterher.
"Du bist ein Spinner.", lachte Aki, als er die Mengen an Keksen, Chips, Schokolade und Gummitieren sah.
"Weiß ich.", mampfte es hungrig und Lauri spülte mit der ersten Cola nach.
Gut das beide eigentlich fressen konnten wie die Heuschrecken und so was nicht gleich auf die Hüften ging.
Kalorienbombe ahoi.
Kichernd lagen sie in mitten von leeren Verpackungen und küssten sich immer wieder, als es an der Tür klopfte und Eero nach ihnen rief.
"Sind wir da?", flüsterte Lauri und sah zur Tür.
"Ich denke ja.", grinste Aki und rollte vom Bett.
Er zog sich seine Hose wieder an und wartete noch bis Lauri sich ans Kopfende gesetzt hatte. Dass sie das Bett ganz zerwühlt hatten, interessierte sie nicht.
"Oh Kekse.", quietschte Pauli und hockte sich mit auf das Bett.
"Nimm nur.", meinte Lauri und beobachtete wie Eero sich im Zimmer umsah.
"Ihr habt es euch gemütlich gemacht und Eero schleifte mich durch die halbe Stadt.", murmelte Pauli und suchte die Reste in den Tüten.
Grinsend versuchte Aki sich so bequem wie möglich auf das Bett zu setzen und er verzog dabei keine Miene. Das ging niemanden was an und gerade Eero käme auf die falschen Ideen, wenn er wüsste was Aki hatte.
Es dauerte nicht lange und Eero fing an ihnen zu berichten was sie verpasst hatten. Pauli verdrehte nur murmelnd die Augen und verzehrte alles was noch übrig war.
Nach über zwei Stunden, in denen sich beide schon sonst wohin gewünscht hatten, hörte Eero endlich auf zu erzählen und beschloss, dass sie jetzt essen gehen würden, aber zum Glück nur im Hotel.

Wenigstens konnten sie sich unter dem Tisch ungehindert anfassen und überstanden das langweilige Abendessen halbwegs. Als sie zurück ins Zimmer konnten, war es längst dunkel und kaum das Lauri die Tür geschlossen hatte, schlang Aki seine Arme um ihn und küsste ihn.
"Ich dachte wir werden die nie wieder los.", murmelte Lauri und schob Aki vorsichtig wieder zum Bett.
"Ich hatte Angst das Eero was merkt.", meinte Aki und fegte schnell die leeren Tüten vom Bett, dann krabbelte er darauf und wartete das Lauri zu ihm kam.
"Oh Gott ja.", Lauri streckte sich neben Aki aus und sah ihn an. "Was machen wir überhaupt mit den Beiden? Irgendwann merken sie es oder wir sagen es ihnen."
"Irgendwann, aber nicht jetzt.", flüsterte Aki und streichelte über Lauris Hals.
Leise schnurrte Lauri unter der sanften Berührung, legte seinen Kopf noch etwas mehr zurück, damit Aki ihn weiter streicheln konnte.
Dieser war fasziniert von der Reaktion, strich mit seinen Fingerspitzen weiter über Lauris Hals, eines der Schlüsselbeine.
Nach einer Weile öffnete Lauri seine Augen wieder, zupfte an Akis Shirt "Ich würde dich gern ohne das hier haben."
Kurz schluckte Aki, merkte dass er aufgeregt war. Aber warum? Er hatte doch schon mit Lauri nackt unter einer Decke gelegen und ihn um einiges intensiver berührt.
Umständlich fing er an sich aus dem Shirt zu befreien, doch Lauri kam ihm zuvor und half ihm dabei.
Überrascht keuchte er, als sich sofort Lauri dicht an ihn schmiegt, mit der Hand über seine Brust strich.
"Ich mag deine Haut. Irgendwie wollte ich schon eine ganze Weile wissen, wie du dich anfühlst.", murmelte Lauri.
Verwundert beobachtete Aki ihn. So kannte er seinen besten Freund kaum. Es war wirklich so, Lauri hatte sich in ihn verliebt.
"Darf ich auch?", er zupfte an Lauris Oberteil.
Kurz darauf lagen sie eng umschlungen und sich heftig küssend auf dem Bett, genossen die Wärme des anderen.
"Wie spät ist es?", fragte Aki, wie er irgendwo eine Kirchenuhr schlagen hörte.
"Es ist......", *plop*, "...zwölf.", seufzte der kleine Lauri Engel und sortierte seine Flügelchen.
Aki-Engel seufzte auch "Die Bar und der Pfeil."
"Und du hast nen blauen Arsch."
"Mist.", murmelte Aki und strich vorsichtig über seinen Hintern.
"Komm, wenn wir heut noch ein Paar finden dann sind wir den Spaß hier los.", Lauri marschierte zur Balkontür und stieß sie auf.
"Meinst du wir sind den ganzen Kram dann los?", fragte Aki flog neben Lauri her zu der Bar in der sie gestern schon gewesen waren.
"Wenn ich mich richtig erinnere, hatte die Fee so was gesagt.", überlegte Lauri laut und setzte zur Landung in der Bar an.
"Hoffentlich stehen wir dann nicht einfach nackt zwischen all den Männern.", machte sich Aki Gedanken und Lauri sah ihn ängstlich an.
"Das wird sie uns hoffentlich nicht antun."
"Ändern können wir es auch nicht, ich will endlich wieder Mensch sein.", brummte Aki und marschierte auf dem Tresen entlang.
Beide sahen sich aufmerksam nach zwei Opfern um, aber entweder hatten sie kein Glück oder es waren wirklich keine geeigneten da, denn es dauerte ziemlich lange, bis Lauri auf einmal zwei in der Tür stehen sah.
Einer war ziemlich jung und blond, der andere sah älter aus und war dunkelhaarig.
"Meinst du? Ich weiß nicht.", Aki war sich nicht sicher ob das eine gute Idee war.
"Mach schon, bevor sie wieder gehen. Verlieben können sie sich doch. Wie lange es hält ist die zweite Frage.", aufmunternd klopfte er seinem kleinen Kumpel auf die Schulter und Aki segelt in die Nähe der Beiden auf das Fensterbrett.
Glitzernd verschwanden die beiden Pfeile, Lauri ließ die Fanfare erklingen und noch bevor die beiden kleinen Engel sehen konnten was passieren würde, gab es einen lauten Knall und sie standen in ihrem Hotelzimmer auf dem Bett.
Vor ihnen die Fee in dem weißen Kleid mit dem Zauberstab.
"Gut gemacht ihr zwei. Wie habt ihr eigentlich so schnell heraus gefunden, dass er der Amor für Schwule ist?", fragte sie neugierig.
"Ähm, das war Zufall.", stammelte der kleine Lauri Engel und dachte darüber nach, was es dann wohl bedeutete, dass er so einen Pfeil in den Hintern bekommen hatte und Aki dann ja auch.
"So schnell wie ihr zwei hat das noch keiner geschafft, aber die haben es auch nicht fertig gebracht, sich die Pfeile in den Hintern zu jagen.", kicherte die Fee.
"Heißt das.... das wir nun auch schwul sind?", fragte Aki verwirrt.
"Nein, ihr seid das was ihr sein wollt, ihr könnt euch auch mit dem Pfeil nur in diejenigen verlieben, in den ihr euch verlieben wollt. Ob das Männer oder Frauen sind, das liegt allein bei euch.", leicht fuchtelte sie mit dem Zauberstab und auf einmal erinnerten sich die kleinen Engel an ihre Zeit als Menschen.
Vorsichtig sah der kleine Lauri Engel zum Aki Engel und lächelte. Ihm war gerade die Erinnerung an ihre Abendgestaltung zurückgekommen. Auch Aki lächelte und griff nach der kleinen Hand von seinem Freund.
"Wie ich sehe habt ihr euch entschieden. Aki du hast deine Aufgabe erfüllt, deine Strafe sei damit beendet. Und du Lauri warst ihm ein wirklich guter Freund, nicht viele hätten sein Schicksal geteilt um ihm am Tage ein normales Leben zu geben."
Beide sahen zu der Fee und es glitzerte und wirbelte um sie herum, dann saß Aki ganz normal neben Lauri und die Fee war fort.
"Wir haben es geschafft.", jubelte Aki und fiel Lauri um den Hals.
Lauri umarmte ihn und erinnerte sich wie Aki plötzlich an die Dinge, die er vorher nur für Träume gehalten hatte. Sie beide als Amor und Fanfarenträger auf der jagt nach Paaren. Der Pfeil in seinem Hintern und wie er sich danach in Aki verliebte.

Lauri lag neben Aki auf dem großen Bett und sie tauschten Erinnerungen aus, als sie Engel waren.
"Wie du in dem Brunnen gelegen hattest.", kichert Lauri, "wie so ein begossener Pudel."
Leicht kitzelte ihn Aki "Na ja, das mit dem Pfeil. Einerseits tut’s mir immer noch leid. Aber ohne den wäre es wohl nie dazu gekommen."
"Was ich aber immer noch nicht verstanden hab. Ich hatte in der Bar, damals nach dem Hund, Bier getrunken. Und dann war mir so schlecht. Aber warum hast du dir da so ein Bein rausgerissen?", fragend sah Lauri zu Aki.
"Gute Frage. Es hat mir einfach Leid getan. Und du hast so mies ausgesehen. Na ja und ich glaub, ich wollte auch unbedingt, das es dir besser geht."
Nachdenklich kaute Lauri auf seiner Lippe "Meinst du...meinst du wir hätten die Pfeile gebraucht?"
Tief sah ihm Aki in die Augen "Ich weiß nicht, aber ohne hätte ich mich wohl erst recht nicht getraut."
Sanft berührten sich ihre Lippen, beide ließen ihre Zungen mit der anderen spielen. Aki erregte es, Lauri so nah an sich zu spüren, die Lippen zu küssen, die von so vielen Frauen begehrt wurden.
Und nun gehörten sie ihm und er würde sich nie mehr davon trennen.
Auch Lauri gab sich dem Kuss völlig hin, schlang einen seiner Arme um Akis Hüfte um ihn so etwas näher zu ziehen.
Mit der Zeit wurde ihnen die Luft ziemlich knapp, weswegen sie sich wieder voneinander lösten.
"Ich hätte nie gedacht wie schön es sein könnte dich zu küssen.", flüsterte Lauri leise.
"Geht mir auch so."
Sie streichelten sanft den Körper des anderen. Als die Fee sie zurückverwandelt hatte, hatten sie nur ihre Boxershorts angehabt. Das ermöglichte ihnen jetzt, sanft den Oberkörper des anderen mit Händen und Lippen zu erkunden.
Lauri machte sich einen kleinen Spaß draus, Akis Brustwarzen immer wieder zu küssen. Das brachte Aki zum lachen, aber auch zum stöhnen, er konnte sich nicht entscheiden welches Gefühl überwog.
Er wusste, dass auch Lauri erregt war, ab und an spürte er es auch, doch er hatte noch etwas Angst. Außerdem konnte er sich Sex mit einem blauen Fleck auf dem Po schlecht vorstellen.
"Aber so als kleiner Engel hast du verdammt niedlich ausgesehen.", Aki strich eine Haarsträhne hinter Lauris Ohr.
"Du aber auch, der erste Engel mit Brille."
Sie musste lachen, rollten sich kitzelnd und quiekend über das große Bett.
Bis zum Hals lag Aki in der Wanne voll Wasser. Er hörte es gluckern und leise in den Überlauf verschwinden. Draußen wurde es gerade hell und er hatte sich plötzlich hellwach im Bett gefunden. Lauri tief in die Kissen vergraben neben sich. Später dann würden sie weiterfahren und er hatte die letzte Gelegenheit zu einem Bad genutzt. Die Tür war einen Spalt auf, so das Lauri ihn finden würde falls er aufwachen sollte, aber das hielt Aki für unwahrscheinlich. Er kannte seinen Freund zu gut, wenn er schlafen konnte, dann schlief er auch. Selbst damals in Spanien als sie früh um sechs Uhr begannen das Nachbarhotel abzureißen und alle wach wurden, Lauri hatte friedlich geschlafen, bis er ihn geweckt hatte, weil es losging.
Grinsend erinnerte er sich an viele Dinge die er mit Lauri schon geteilt hatte, zu letzt auch an die Stunden als Engel und wie sie sich auf einmal näher gekommen waren. Lauris Haut an seiner, als sie wieder Menschen waren und die Fee verschwunden war. Ihre Küsse und wie sie sich gestreichelt hatten. Kurz verdrehte er sich den Hals und sah in ihr Zimmer. Lauri lag auf dem Rücken, die Bettdecke halb nach unten gerutscht, eine Hand auf dem Bauch und die Haare verstrubbelt. Er gestand sich ein, dass er ihn schon immer niedlich gefunden hatte, wenn er ihn am Morgen sah.
Aki tauchte kurz unter und seifte sich dann ab. Vorsichtig strich er über seinen Hintern und bemerkte, dass der Schmerz endlich nachgelassen hatte. Nur flüchtig abgetrocknet, nackt und mit nassen Haaren, schlich er zurück zum Bett und kniete sich neben Lauri. Kurz betrachtete er ihn beim schlafen, denn hob er die Hand und streichelte zärtlich über den festen Bauch. Langsam schob er die Decke noch weiter runter und entdeckte einzelne Härchen, die sich vorwitzig unter dem Rad der Boxer hervor wagten. Lauri murmelte etwas und versuchte die Störung zu verscheuchen. Grinsend beugte sich Aki über ihn und fuhr mit der Zunge vom Halsansatz bis zur leicht kratzigen Wange. Lauri kicherte weil das kitzelte und blinzelte ihn verschlafen an.
"Was tust du da?", fragte er dann und streckte die Hand nach ihm aus.
"Dich küssen.", murmelte Aki und ließ nun seine Zunge über Lauris Brust gleiten.
Halb stöhnend, halb kichernd vergrub Lauri die Hände in Akis feuchten Haaren und versuchte die Reste des Schlafes aus seinem Kopf zu vertreiben.
"Warst du baden? Du riechst so gut.", murmelte Lauri an Akis Ohr und streichelte über dessen warme Haut.
"War ich und was würdest du sagen, wenn ich behaupte, du schmeckst gut?", grinsend leckte Aki kurz über Lauris Brustwarze.
Lauri hatte inzwischen die Augen ganz aufbekommen und mitgekriegt, das Aki tatsächlich nackt neben ihm auf dem Bett lag. Der Anblick erregte ihn, genau wie die weiche Haut unter seinen Fingern.
"Warte kurz.", murmelte er und hielt Aki auf um schnell ins Bad zu huschen.
"Beeil dich.", rief Aki und streckte sich auf dem Bett aus. Unübersehbar reckte sich seine Erektion in die Luft. Lauri machte ihn an und das gefiel ihm.
Lauri hatte sich wirklich beeilt und wie er wieder ins Zimmer kam entdeckte er Aki.
"Nett.", grinste er und sah eindeutig auf Akis Erektion.
"Nicht Lust es die näher anzusehen?", grinste nun auch Aki breit.
"Nichts lieber als das.", murmelte Lauri und war mit wenigen Schritten neben Aki auf dem Bett.
"Stürmisch, stürmisch zum frühen Morgen."
Lauri kicherte bloß und legte sich genau neben Aki "Wirklich überaus interessant."
Er konnte es einfach nicht lassen Akis Erektion anzustarren wie eine Touristenattraktion.
"Wir sind nicht im Museum. Du darfst es auch anfassen oder damit anstellen, was du gern möchtest.", Aki wurde schon etwas ungeduldig.
Langsam streichelte Lauris Hand über Akis Brust, herunter zum Bauch "Alles?"
"Ja.", stöhnte Aki leise auf, denn nun kraulten Lauris Finger seine kurzen Schamhaare über der Erektion.
Unterdessen versuchte er aber auch Lauri aus dessen lästigen Boxern zu befreien. Erst als dieser etwas von Aki wegrückte, schafften sie es mit vereinten Kräften.
"Schon besser.", murmelte Aki und umfasste Lauri Hüfte. Stück für Stück zog er ihn auf sich, bis Lauri der Länge nach auf Aki zum liegen kam.
Synchron stöhnten sie leise auf, spürten die Bewegungen des anderen Körpers deutlich an ihrem. Wie sich ihre steifen Glieder berührten und aneinander rieben.
"Gefällt dir das?", fragte Aki leise, streichelte über Lauris kleinen festen Hintern.
"Oh ja.", stöhnte dieser auf, als sich Akis Finger an ganz andere Stellen wagten, ihn kurz, aber sehr intensiv berührten.
"Warte einen Moment.", Lauri kam kurz auf alle viere und zerrte seinen Rucksack vom Fußboden hoch. Grinsend holte er eine Packung Kondome aus der Vordertasche "Sollte man nie vergessen."
Aki grinste ihn an "Großpackung. Dann haben wir ja reichlich Vorrat."
"Klingt als wenn du so was öfter machen willst.", Laui fischte eins heraus.
"Wir haben ja jetzt nachts Ruhe."
Lauri hatte die Hülle endlich aufbekommen "Keine Angst ein kleiner Engel zu werden?"
"Nein, denn meinen Engel hab ich jetzt hier.", Aki zog Lauri zu einem langen Kuss zu sich.
Sie fuhren dann auch, nach mehrmaligen Aufforderungen eines meckernden Eeros, zu einem anderen Hotel in eine neue Stadt. Wo sie sich aber die freie Zeit auf ihre Art und Weise versüßten.
Das einzige was um Mitternacht geschah, war das ein Glas auf dem Fußboden zerschellte, als Aki etwas zu schnell nach der Kondompackung griff.....

Ende


Thanks to Lauri and Aki, our sweet little angels



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