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Lichter in der Dunkelheit

FSK: 12
Paring: A/L
Warnungen: viiiiiel fluff


~*~*~

Aus der Dunkelheit tauchen sie auf, ein immer wiederkehrendes Stakkato von orangenen Lichtern über der sanft geschwungen Hügellandschaft. Ein winziger Blitz nach dem anderen flammt einen Moment auf, erlischt wieder und beginnt von neuem.
Am Horizont erhebt sich über einem Wald, träge Väterchen Mond, sein gelblicher Hof zeugt vom Regen der letzten Tage, noch immer ist die Luft schwer von Nässe. Einzelne Sterne blinken am Himmel, wollen die Lichter auf der Ebene übertrumpfen, doch kommen nicht gegen sie an.
Wieder lenke ich meinen Blick auf das riesige Meer von orangenen Blitzen, manchmal bricht sich das weiße Mondlicht in einem gigantischen Flügel von den Windrädern.
Schon immer haben mich diese riesigen Maschinen fasziniert, wie sie mit ihren langsamen, beinah trägen Bewegungen Energie erzeugen können. Wie ein Meer futuristischer Windmühlen und der Wind spielt Don Quichotte gegen sie.
Fröstelnd ziehe ich die weiche Decke enger um meine Schultern, lege mein Kinn auf die angezogenen Knie. Unter meinem Hintern spüre ich das Vibrieren des Busses, das Sirren der Räder auf dem Asphalt, vermischt sich mit dem leisen Schnarchen aus den Kojen.
Ganz kann ich nicht heraushören wer dort im Duett schnarcht, aber vielleicht gehen sie sich bald gegenseitig auf den Geist und hören auf.
Ich liebe diese Nächte, wo ich in Erinnerungen schwelgen kann, mein Körper nicht zu erschöpft ist, um in beinah todesähnlichen Schlaf zu fallen.
Da vorn liegst auch du, mein Schatz. Und vor meinem inneren Auge sehe ich, wie du deine Nase in das, nach Weichspüler duftende Kissen presst, dein Po sich verführerisch unter dem Laken abzeichnet. Du schläfst am liebsten auf dem Bauch, ein Arm um mich gelegt, damit du auch im Schlaf weißt, dass ich dich nie verlasse.
Wie sehr ich dich doch liebe, alles an dir könnte ich Stundenlang beschreiben, ohne deinen Namen nennen zu müssen. Nur die schönsten, zärtlichsten Worte würden über meine Lippen kommen wenn sie mich fragen würden, was dich auszeichnet.
Doch sie fragen nicht, denn die Welt weiß es nicht. Ein süßes Geheimnis unter unseren Freunden.
Lächelnd drehe ich den silbernen Ring an meinem Finger, ziehe ihn ab und ertaste im inneren die feine Gravierung. Diese wenigen Worte, die doch davon zeugen, dass nichts auf der Welt wertvoller ist, als das wir uns haben.
Heute noch, beinah drei Monate nach dem schönsten Tag in meinem Leben, kann ich den Sand unter meinen Füßen spüren, habe ich den Duft der Lilien auf dem winzigen Altar am Meer in der Nase.
Unsere Hochzeit in der Südsee, so chaotisch die Planung auch war, so traumhaft war der Tag selbst. Du hattest mich entführt, mir nicht verraten was du vorhattest, bis wir auf dem Flughafen der kleinen Insel standen.
Der weiße Sand, das stahlblaue Meer und die Muscheln am Ufer. Wie wundervoll du doch ausgesehen hattest mit den Freudentränen in den Augen. Nur unsere Freunde waren bei uns. Deine warme Hand die mir den Ring ansteckte. Unsere Hochzeitsnacht in der luxuriösen Holzhütte im Dschungel.
Patschende Geräusche holen mich wieder zurück in den Bus, noch immer fahren wir an der Windradfarm vorbei. Ein schlanker Schatten kommt langsam auf mich zu, die bloßen Füße verursachen diese Laute.
Schweigend rutschte ich nach vorn, du krabbelst hinter mich und schlingst deine Arme um mich.
Ich weiß, das du nach draußen siehst, dein Kopf ruht auf meiner Schulter und dein Atem kitzelt meine Haut.
„Wie eine Armee Glühwürmchen.“, flüsterst du leise.
Meine Finger kreisen über deine Unterarme, ich kann fühlen wir sich deine zarten Härchen auf der Haut aufrichten.
„Ich bin froh, dass ich nicht so ein Licht bin.“, murmelst du weiter.
Mein Kopf hebt sich „Warum?“
„Dann könnte ich dich nicht berühren, deine Lippen kosten und wissen wie sehr ich dich liebe.“
Lächelnd kuschel ich mich näher an dich, spüre die Schmetterlinge durch meinen Bauch tanzen.
„Lauri?“, deine Stimme direkt an meinem Ohr.
„Ja Schatz?“
Du nimmst mir meinen Ring ab und schiebst ihn wieder auf die schmale weiße Stelle an meinem Finger „Lass uns schlafen gehen. Die Lichter werden auch ohne uns immer weiter blinken.“
Hand in Hand tappen wir durch den brummenden Bus, quetschen uns gemeinsam in deine Koje. Als deine Hand meine umfasst spüre ich deinen Ring an meinem.
Du bist mein und ich werde immer dein sein. Und zusammen wird unsere Liebe genauso leuchten wie die Lichter in der Dunkelheit.

~Ende~

15.07.2006



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