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Unfaithful


Raiting: G
Paaring: Aki/Lauri, und ein Fremder
Disclaimer: das übliche, kein Geld, kein nix
Warning: sap, fluff, sad, Oneshot
Inspiration: Riana – Unfaithful

~*~*~*~*~


Ein Mörder schaute mich aus dem Spiegel an, die blauen Augen erschienen mir fremd, ich erschien mir fremd. Mit jedem Tag den ich morgens aufwachte und in den Spiegel sah, blickte ich in das Gesicht eines Mörders.
Denn ich tötete dich, immer wieder, jeden Tag aufs Neue verletzte ich dich und brachte dich ein kleines Stückchen mehr um.
Dabei liebte ich dich doch, mehr als alles andere auf der Welt.
Und trotzdem betrog ich dich mit einem anderen, weil ich einfach nicht verstehen wollte, dass wir tatsächlich füreinander geschaffen sind. Du bist einzigartig, perfekt, doch genau das war mein Verderben. Ich sagte mir, du seist zu gut für mich, ich hätte dich nicht verdient. Solange hatte ich dich schon verletzt, bevor ich überhaupt verstand, wie tief meine Zuneigung dir gegenüber immer war.
Sooft hattest du mich mit wildfremden Menschen im Arm gesehen, Männer und Frauen die das bekamen wonach du dich sehntest. Liebe, Leidenschaft, meine Nähe.
Irgendwann, als sich meine Augen öffneten und ich deine Hände in meine schloss, da versprach ich dir, dein auf ewig zu sein.
Doch waren es Lügen die über meine Lippen kamen. Ich traf ihn, eines Abends als wir zusammen aus waren. Er saß am Tisch neben uns, seine dunklen Augen bohrten sich in meine, das Feuer darin entflammte mich. Später, du warst gerade austreten, überreichte mir der Kellner einen Zettel auf dem eine Nummer stand. Warum habe ich am nächsten Tag, als du im Studio warst, diese Nummer angewählt? War es diese Versuchung von verbotenen Früchten zu naschen? Oder hatte ich tatsächlich Sehnsucht nach Abenteuer?
Es ging mir nie schlecht bei dir, du warst alles für mich gewesen und doch hatte ich etwas mehr gesucht. Dieses gewissen Prickeln was sich einstellte, als ich ihm das erste Mal in einer dunklen Gasse gegenüberstand. Die Leidenschaft die mich ansprang, als sein Körper näher an meinen drängte, diese unvorstellbare Nacht in der ich mich beinah heißer geschrieen hatte.
Kaum aber graute der Morgen, schlug mein Gewissen zu, ich schämte mich, fühlte mich widerlich und verabscheuungswürdig.
Mit billigen Ausreden war ich wieder in unserer Wohnung aufgetaucht, du hattest mir alles geglaubt, doch hinter deinen grünen Seelenspiegeln sah ich, dass du die Wahrheit kanntest. Denn die Spiegel waren gerissen, haarfein und kaum erkennbar. Du warst ein guter Schauspieler, hast dir nicht anmerken lassen und trotzdem waren deine Schultern ein Stück herab gesunken, hattest du dich nachts mit dem Rücken zu mir gedreht.
Tagelang war ich nur für dich da, habe dir nachts den Himmel zu Füßen gelegt und dich vergöttert wie eine wertvolle Skulptur.

Doch dann war sie da, eine schlichte Nachricht auf meinem Handy, die Frage ob ich es wiederholen würde. Und wieder war dieses Prickeln in mir, das Flattern in meinem Bauch wie vor einem Auftritt. Es kam mir gelegen, dass du deine Schwester besuchen wolltest, kaum warst du aus dem Haus, so eilte ich zu ihm. Sank in die starken Arme, um mich für einen Tag und eine Nacht der unstillbaren Leidenschaft in mir hinzugeben. Die Lust, die Gier nach jedem Zentimeter nackter Haut an seinem Körper. Und doch geschah es, im Taumel der höchsten Erregung schrie ich deinen Namen, schrie ihn wie nie zuvor. Er sagte nichts dazu, schwieg und sah mich nur an. Mein Herz raste, meine Seele wollte mich von innen auffressen um mir begreiflich zu machen, was ich hier tat. Ich betrog dich, du den ich anbetete, dessen Gesicht ich bis in meine Träume sah.
Reuevoll schlich ich nach Hause, verkoch mich in den vier Wänden, in die du mich mitgenommen hattest.
Es musste ein Ende haben, denn so wie ich dich kannte wusstest du, dass ich bei ihm war. Als der Schlüssel im Schloss knackte und du mir in die Augen blicktest, konnte ich die deinigen sterben sehen. Kein Wort kam über deine Lippen, du küsstest mich und sicher schmecktest du seinen Duft. Es tat so weh, es war, als wenn unsichtbares Blut an meinen Händen klebte.
Lange zog ich mir zurück von dir, schlief aus Scham sogar in dem Gästezimmer, weil noch immer einige Male auf meiner Haut zu sehen waren.
Mein Handy blinkte immer wieder auf, er fragte was los sei, das er Sehnsucht hätte. Ich hatte auch Sehnsucht, doch nicht nach ihm, zu dir wollte ich, meine Arme um dich legen und um Verzeihung betteln. Aber ich konnte es nicht, ich hatte tief drinnen Angst, du würdest mich von dir stoßen.

Nach über einer Woche fasste ich einen Entschluss und schrieb ihm, dass ich ihn sehen wollte. Doch als wir uns gegenüber standen und er mich berühren wollte, wich ich zurück. Es fiel mir nicht leicht ihm zu sagen, dass es aus war und ich ihn nie wieder sehen wollte. Beinah konnte ich das Herz in seiner Brust brechen hören und wieder war ich ein Mörder.
Nun tötete ich mein Geheimnis, um dich zu heilen.
Wie ich mich umdrehte und ging, begann es zu regnen, schwere Tropfen zerplatzten auf meiner Haut, spülten die Leidenschaft und Gier aus mir und mit sich in Pfützen.
Und du warst da, standest wie aus dem Nichts vor mir, mit dem großen karierten Schirm in der Hand. Dein Lächeln schwankte zwischen Trauer, Glück und Sorge.
„Komm, du erkältest dich Schatz.“, mehr sagtest du nicht und trotzdem hattest du mir mit diesen Worten verziehen.
Schluchzend schmiegte ich mich an deine Seite, umfasste deine Hand die den Schirm hielt „Ich liebe dich so sehr.“
Grüne Augen streichelten mich liebevoll, die Splitter waren wieder zu einem Spiegel vereint „Ich weiß.“

~Ende~

19.08.2006 – 20 Minuten Werk



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